altes - beauty - studium/leben - fashion

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Ein kleines Sammelsurium aus altem Plunder, ein wenig Beauty und SchiSchi, dem dämlichsten Studium der Welt, einem Leben im Schweinsgalopp, garniert mit etwas Kitsch und Schnickschnack!

Samstag, 29. Dezember 2012

Mit Motivation ins neue Jahr?

Guten Abend meine liebe treue Leserschar,

ja, lange lange ist es her, dass meine kleinen Finger über die Tastatur sausen und mir ein dabei ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Vorbei die tägliche Freude an netten Kommentaren, liebevollen Worten. Kommentare von treuen Leserinnen der ersten Stunde, meine lieben Weibchen, der lieben Frau Förster mit der Glückstaube auf dem Arm. Warmherzige Hilferufe vom anderen Ende der Welt. Ein herzliches Hallo an dieser Stelle an meine australische Leserin. Herzlich Willkommen im wirren Gedankenfluss.

Ja, um es kurz zu halten. Ich habe wenig Zeit. Meine Brötchen müssen verdient werden. Ich arbeite wieder Vollzeit.
Sprich, es fing mit einem Pflichtpraktikum in der Firma meiner Ausbildungsstätte und Wirkungsstätte als Programmiererin. Dreckige Maschinenluft schnuppern, Betriebsklima erleben, Freundschaften aufleben lassen und auch neue Freundschaften knüpfen. Was ging es mir ab...
Rumpiges Klima, gepaart mit schmutzigen Witzen. Der Spagat zwischen Luder, das dreckig mitlacht und Sekunden später der Chefetage fröhlich lächelnd Kaffee serviert.
Ja, ich arbeite wieder. Zwar wieder viel, aber jetzt sehr gerne. Mir wird klar, wo ich hinwill. Und zwar nur in eine Richtung. Hoch hinaus. Ich habe in den letzten Jahren einen Ehrgeiz entwickelt, dass ich auch ohne große genielastige Geistesblitze, nur mit Engagement und Fleiß die letzten Meter eines technischen Studienganges hinlege.

Ich.... Ich, die an sich nichts auf dem Kasten hat. Einfach mal nett lächeln und Kuchen mit viel Puderzucker servieren. Ich... die aus der Chaos-Familie, bei denen an Weihnachten eine Stimmung herrscht wie auf dem Oktoberfest. Ich... Die nur Unfug im Kopf hat...
Hätte man mich nach meiner Ausbildung gefragt, ob ich ein Studium schaffe, hätte ich wohl damit geantwortet, dass mir die Kraft dazu fehlen wird.

Aber gerade durch den Zuspruch, das Lob in beruflichen Dingen, wird mir wieder klar, auf was es doch eigentlich im Leben ankommt.
Rückgrat. Über den Dingen stehen. Auch als Frau den Mann stehen. Und sich denoch nicht schämen zu müssen, wenn man sich auch nur einfach mal eine Zeit lang nur anlehnt. Anlehnt an die starke Schulter. Zeiten erfordern unterschiedliches Handeln. Wer kennt es nicht? Das Gefühl, ausgelaugt zu sein. Das Gefühl, dass man sich nur noch die Decke über den Kopf zieht, sich einrollt, das Kinn auf die Brust legt und heult wie ein Säugling.
Aber, meine Damen und Herren, ich könnte euch jetzt was über regenerative Energiequellen und den Unterschied zwischen Reserven und Resourcen erklären, aber das juckt doch sowieso keinen von euch.

Also gehts nun um körperliche Reserven und Resourcen. Tief in einem stecken sie. Ja, ganz gewiss. Und gerade in der täglichen Arbeitswelt wurden sie mir wieder bewusst. Nach einem langen Arbeitstag mit 14 Stunden sitzen ausgewachsene Mannsbilder verkehrt herum auf dem Bürostuhl, die Kravatte baumelt nur noch um den Hals und sie drehen sich mit einem Kuchenstück in der Hand mampfend auf dem Drehstuhl um die eigenen Achse und jammern dabei. Ja, und dazwischen surrt ein kleines Pummelchen herum, baut das Buffett ab, lädt Getränkekisten ins Auto, schiebt die jammernden Kerle mit ihrem Stühlchen aus dem Weg und lächelt, weil sie es niedlich findet, wenn ihre Kollegen nur noch "Rakete" zu ihr sagen.

Und darum geht es. Die Füße tun weh? Man kann nicht mehr? Man ist fix und fertig? Ach, quatsch....
Rücken durch, kurz die Backen aufpusten, Ärmel hinterkrempeln und auf gehts.
Reserven mobilisieren, anpacken. Und wie es diese auf dem körperlichen Pfaden gibt, gibts die auch auf dem geistigen und zwischenmenschlichen Pfaden.

Wie sehr kann mich mein Liebster provozieren... Meine Herren... Mit 38 verschiedenen Geräten, die kreisrund mit 2976 verschiendenen Kabeln an den Fernseher angeschlossen sind und es unmöglich machen, mal kurz "Die Schöne und das Biest" anzukucken.
Ich könnte ihn erwürgen... Mit bloßen Händen... Und wieder wird mir eines klar: Geduld ist jetzt nicht unbedingt meine Paradediziplin...
Aber dann gehts wieder von vorne los. Durchatmen... Gedanken, an das was Wichtig ist. Das was zählt. Was man nicht missen möchte. Was einem Kraft gibt. Und der Gedanke, dass diese Kraft vielleicht sich sogar aus dem starken Magnetfeld aus dem dicken Kabelknäul hinter dem Fernseher, entwickelt hat, ist doch gar nicht mal so absurd...

Geduld? Nicht meine Paradediziplin? Nein? Warum muss ich dann gerade jetzt lächeln, wenn ich daran denke, dass ich schimpfend wie ein Rohrspatz androhe, sämtliche elektronischen Geräte über das Balkongeländer zu werfen? Dass der Gegenpart mir nur schmunzelnd und lächelnd mit "Ach Uschi, du bist doch meine Goasy! Du bist doch hier der Inscheniör!" das Köpfchen tätschelt?

Und nun schließt sich mein Kreis wieder. Gerade unsere kleinen Fehler binden uns aneinander. Die Kerben auf dem alten Küchentisch machen ihn zu dem was er ist. Kerben, die von Erinnerungen und Erlebnissen sprechen. Erinnerungen, die uns keiner nehmen kann. Kleine Giftzwerge, die störrisch aufstampfen, weil sie jetzt sofort ein Leberwurschtbrot wollen. Der in Nebel versunkene Gipfel des Vulkans von Bali im Sonnenuntergang. Warmer Sand zwischen den Zehen. Zusammengerollte Tennissockerl unterm Bett.
Und schon wieder zaubert er mir ein Lächeln auf die rosé gefärbten Lippen.

Neues Jahr - neues Glück. Greifen wirs an! Auf gehts, geh ma! Pack mas! Mach mas einfach besser! Mit Fleiß, Engament und Elan. Backen zusammenkneifen. Lernen wir aus Fehlern - lernen wir uns lieben. Lieben, wie wir sind. Mit unverkennbaren Ecken und Kanten.


Eure 
Uschi

Dienstag, 2. Oktober 2012

Grandma, I´m in love with you!


Guten Tag meine Damen und Herren,

herzlich willkommen in der tristen, stillen  und so gar nicht mehr bunten Uschi-Welt.
Was ist bloß los mit Uschi? Wo sind die strassbesetzten GlitterFlitter-Pumps? Wo bleiben ihre sinnlosen Geschichten mit ihren BlaBla ums tägliche Leben?
Wird ihre lächerliche, oberflächliche Sucht nach buntem Glitter, SchiSchi und Lipstick weiterhin befriedigt? Und die wichtigste Frage überhaupt:
Gibt es den Nikolaus tatsächlich und wird er uns mit russgeschwärzten Gsichterl einen Tiffany Ring unter den Weihnachtsbaum legen?

Kurz gesagt: ich habe keine Zeit. Ich bin schließlich nun Praktikantin. Faktum: Die Zeiten des lockerlässigen Studentenlebens sind vorbei.
Wobei, wenn ich es so recht bedenke hatte ich aufgrund meiner fehlenden Grundinteligenz noch nie ein lockerläsiges Studenten-Sandl-Leben. (Herzlichen Dank an dieser Stelle an das vererbte Genmaterial einer Hausfrau, deren einziger Sinn darin besteht pünktlich um 14 Uhr bei „Sturm der Liebe“ ihrem übergewichtigen Kater eine Leberwurststulle zu servieren.)

Und so marschiere ich zwischen 5 und 6 Uhr morgens an meinem Arbeitsplatz, lese meine Emails, schlage die Hände über den Kopf zusammen,
ziehe meine 7-Meilen-Stiefel an, laufe los, erledige Botengänge, treibe immer schön brav lächelnd meine gackernde Hühnerscharr zusammen und mach noch so nebenbei ein klein wenig
Ingenieurstätigkeiten. So gegen 17 Uhr tragen mich dann meine kleinen kurzen Beinchen zu meinem Automobil und ich brause zum nächsten Einsatzort, der da momentan mein Elternhaus ist.

Denn während Muttl und Vattl sich genüsslich drei Wochen auf den Kanaren mit halbnackten Körpern im Sand pflätzen und die Gunst der Stunde nutzen, um eine brandneue Sequenz der Strandung
Moby Dicks in zweifacher Ausführung (in Stereo sozusagen) abzudrehen, macht Uschi im Elternhaus den Haus-und Hofclown.
Was nichts anders heißt als den 8kg-„Spitzbub“ alias „Leberwurschtminzi“ und 2 höchstgradig verwirrte Senioren zu betreuen. Woche 3 des Programms ist angebrochen und von den „Wir hatten ja nichts – 3 Kartoffelnl im Stahlhelm… und davon waren 2 noch kaputt!“ sind wir nun auf einen kurzen Umweg der Geschichte von Hauptmann Strizel bei „Wir hatten ja nichts – kein Auto. Nur nen Panzerspähwagen“ angekommen.
„Attentione. Aufmerksamkeit. Panzerspähwagen. Volume 398. Uuuuuuuund Aktion!“

Aber sie sind ja nicht nur lästig, die Großeltern. Wenn auch äußerst verpeilt, weltfremd und mit Darmproblemen behaftet, liebt man sie doch. Sie sind die Vorbilder der Kindheit. Der Großvater, von Beruf her Gärtnermeister und Mitarbeiterschreck wurde von jeher als fleißiges Bienchen angehimmelt und die Oma war immer bereit einen „Hubbla Bubblara“ springen zu lassen. 
Wirklich bewundernswert am  angehimmelten Opa ist zwar nicht das Phänomen, wenn er an der vollbesetzten Kaffeetafel mit einem kräftigen Donnerschlag seine scheinbar tadellos funktionierende Verdauung unter Beweis stellt, sondern die bedingungslose Liebe zwischen ihn und meiner Oma zu beobachten.

Ja, wer meine Großeltern beim alltäglichen Umgang miteinander sieht, der kann noch hoffen. Hoffen
auf die bedingungslose Liebe. Liebe, Vertrauen, Respekt.
„Jaja, und dann bin ich nach den Krieg nach Bayern. Wegen der Muttilein. Ja Mädchen, da kannst du mal sehen. Die Oma und ich sind nun 65 Jahre verheiratet. Gell, Muttilein! Und es ist noch wie am ersten Tag. Da kannst du mal sehen. Das muss man erstmal leisten.“

Die pflegebedürftige, kleine 45-kg-Oma sitzt nach einem Schlaganfall und langer Krankheit im Rollstuhl und ihr ewig schnatterndes Mundwerk ist verstummt. Ein Arm aufgestützt auf die Lehne des Rollstuhles. Kein Wort kommt über ihre Lippen. Keine Regung. Außer ein kleiner dürrer Zeigefinger, der sich beständig an den Kopf tippt oder die kleine Faust in seine Richtung erhebt und dabei erklingen leise, liebevolle gewisperte Kosenamen wie „Bock“, „Bulle“, „Jaja, ganz a Gscheider.“ „Trottel“ erwärmen mein Herz.

Ja, das ist sie: die wahre, große Liebe.

Eure 
Uschi
 
Und mein allergrößsten Dank geht heute an dieser Stelle an die heilige Jungfrau der Schrift für die grandiose Erfindung von Klorix Hygiene-Reiniger und Einweghandschuhen.



Montag, 3. September 2012

Strohwitwerin und warum man die Feste feiern sollte, wie sie fallen!

Guten Morgen meine Damen und Herren,

es ist Montag. Es ist das Ende des Wochenendes. Es ist das Ende der fabelhaften Zeit.
Es folgen 5 Arbeitstage in meinem Vollzeitbeschäftigungsverhältnisses, 5 Arbeitstage mit meinen
beiden Nebenjobtätigkeiten und zu guter Letzt die Vorbereitungsphase für den Männerurlaub.

Männerurlaub? Ja, das Tierchen versucht sich mit seiner Lieblings-Uschi zu duellieren.
Ankommen gegen die grandioseste Woche seit Christi Geburt?
Mithilfe eines verlängerten Wochenendes in Österreich. Biken, Rafting und Canonying.
Was bedeutet das für mich?

11.      Stelle den Jungs ein Fahrzeug zur Verfügung
22.       Bringe dieses Fahrzeug auf den neuesten Stand der Technik
33.       Bringe dieses Fahrzeug optisch ebenfalls auf den neuesten Stand
44.       Stelle fest, welche Wildschweine du immer an Bord hast: Welches Weibchen hat die hinteren Fußmatten verdreckt? Und welches Weibchen hat von der hinteren linken Türverkleidung ein Stück herausgerissen?
55.       Wasche sämtliche Wäsche für das Tierchen
66.       Stelle dem Tierchen einen Koffer. (Dialog letzte Woche: „Tierchen, ich kaufe mir nun einen gscheiten eigenen Koffer, nachdem ich nun 25 Jahre alt bin und nicht ständig zu Mutti fahren möchte, um mir einen Koffer zu leihen!“ Antwort: „Koffer? Brauch ich nicht!“. Dialog diese Woche: „Uschi, kann ich einen Koffer haben?“
77.       Sorge dafür, dass alle Patientenverfügungen etc. geklärt sind
88.       Sorge dafür, dass die Lebensversicherung auf Uschi überschrieben wird
99.       Sorge dafür, dass bei Ankunft des Tierchens der Erste-Hilfe-Koffer auf den aktuellsten Stand ist
110.   Belege einen Erste-Hilfe-Kurs für großflächige Kopfverletzungen
111.   Kaufe einen Spezialhelm für das Tierchen
112.   Besorge dir ein elegantes Etuikleid, passende Lackpumps (ja bitte gern: die mit der roten Sohle) und eine Süßwasserperlenkette incl. Passender Ohrstecker
113.   Vergiss auch als trauernde Witwe niemals deine Haltung: Brust raus, Bauch rein und achte immer auf perfekt sitzenden Lipstick

Ich übertreibe??? Nein, meine Damen und Herren. Wer sich nach einem leicht alkoholisierten Ausflug um 6 Uhr morgens in die örtliche Backstube verirrt um sich an dem Pizzastangen-Ofen das komplette Hirnkastl zu verbrennen und um sich eine Woche später mit einem Straßenschild die Schädeldecke zu spalten, ist doch meine lieben Damen und Herren wohl genau der richtige Kanidat für Canonying und Rafting!

Wie ihr seht, es ist genügend zu tun. Ja, genügend zu tun. Aber macht dies auch Spaß? Nein, nicht wirklich. Und wenn Tierchen meint, sich mit Uschi duellieren zu müssen: Bitte gern!
Ding ding ding, Gladiatoren in die Arena. Lasset die Spiele beginnen: Fight!

Wer der Strohwitwer es schafft, Uschis heiss geliebte Schüssel, (die sie unter Einsatz ihres Lebens ergattert hat) als Sangria-Eimer-Ersatz für Schnaps zu missbrauchen, der legt sich mit der falschen an. Duell verloren. Wir machen die Badewanne mit Weißweinschörlchen voll, schmeißen den Grill an.
Jawohl das sind die neuen Weibchen: totes Tier und Weingläschen. Ok, eventuell gibt’s mediteranes Gemüsschen im Schonrock gegarrt, eine Crepé-Station und Käsekuchentörtchen an Fruchtspiegel. Oh, Herr im Himmel, lasst uns außer Kontrolle sein. Lasst uns zurückkehren in eine Woche Urlaub.

Lasst uns am Tag danach in den Wellen schwelgen und lasst es Pommlertz mit Ketschup und Mayo regnen. Ja, das einzig wahre Mittel gegen den Kater am Morgen danach.

Eure 
Uschi

Samstag, 1. September 2012

Je vous embrasse, mon coeur!

Guten Tag meine Damen und Herren,

was war gestern für ein beschissener Tag.... Mit Kopfschmerzen aufwachen... 2 Stunden Stau auf der Autobahn... den fünften Tag infolge Überstunden, keine Mittagspause... und wieder Zeit für meine Nebenjobs.
Abend mit Kopfschmerzen um acht auf der Couch einschlafen. Rausgeklingelt werden. Stinksauer, verschlafene Miene, und nichtsdestotrotz eine Flasche Sekt für die ruhestörenden Weibchen entkorkt.

Überraschungen. Sprachlosigkeit. Kennt ihr das? Es stehen Erreignissen, Neuigkeiten, Lebensabschnitte an. Ihr seid traurig, glücklich, was auch immer. Ihr wollt es mitteilen. Ihr rechnet mit bestimmten Reaktionen. Mit Mitleid, mit Verständis, mit Tränenausbrüchen, mit Kreischanfällen. Ganz genau so, wie ihr es euch in euren Tagträumen erlebt hat. Je nach Lebenslage, je nach Erreignis.

Aber ein Tagtraum ist nichts als ein Tagtraum. Nein, es entspricht nicht der Realität. Die Realität sieht ganz anders aus. Sie bleibt oft tritstlos und grau, sie bleibt aber auch nicht beständig in ihrem gleichen Muster.

Während man mit nicht mal zwei Jahren das erste Mal im Flugzeug saß, jedes Jahr minimum 2 Flugreisen betritt, beginnt man mit 25 Jahren als alter Stinkel plötzlich eine Flugangst zu entwickeln. Ja, die Rede ist von mir. Ich sitze guter Ding am Gate, habe meine Schäfchen gut durch den Sicherheitscheck gebracht, beobachte meine Weibchen mit stirnrunzelnder Miene, wie sie noch kurz vorm Start Rescue-Tropfen, Bachblüten und Reisetabletten hinter die Binde knallen. Wie lächerlich sie doch sind...

Ich sitze ruhig auf meinem Platz in Reihe 22, beobachte das Treiben im Inneren des Flugzeuges, das Prüfen der Triebwerke und der Tragflächen außerhalb. Wir rollen auf die Startbahn, der Airbus beschleunigt, zeigt uns seine Kraft. Wir heben ab, das Fahrwerk wird eingefahren. Moment mal... Dauert das immer so lang? Knattert das immer so laut? Wo werden die Maschinen gewartet? Wie oft werden türkische Fluglinien gewartet? Kann man die Abnahme des TÜV´s sich in der Türkei genauso erkaufen wie den Führerschein? Du lieber Himmel....

Während ich darüber nachdachte mit welcher Geschwindigkeit wir wohl beim Absturz aufprallen, (angenommen wir würden die Reibung vernachlässigen und einfachkeitshalber den freien Fall einfachkeitshalber) schob sich schnell eine kleine Hand in die Meinige und drückte sie. Verdutzte, ungläubige Blicke. Tja, so schnell kanns gehen: die nüchtern, sachlich denkende Uschi zeigt Schwäche. Eine angewidert dreinblickende Zwieberl wischte sich ihre nun nach ein paar kleineren Luftlöchern ihr nun ebenfalls feuchten Handflächen an ihrer Jeans ab. Ich rutsche aus meinen Flip Flops, ich blicke auf meine Füße. Es hat angenehm kühle klimatisierte 21 Grad in der Flugzeugkabine. Es glitzern Schweißperlen auf meinen Fußrücken. Sie sind heiß. Heiß wie ein Lawastein. Man könnte auf ihnen innerhalb guter 6 Minuten ein geplegtes Rumpfsteak medium braten.


Ich werde aus dem Schlaf geklingelt. Zwei Weibchen stehen vor der Tür.  Die Eine überreicht mir eine Karte mit einem für mich verwirrenden Schriftsatz. Ich verstehe die Botschaft nicht. Ich bin müde. Ich habe Kopfschmerzen. Ich möchte mich nur noch zusammenrollen und weinen. Ich verstehe die Karte nicht. Sie zeigt mir ihre Hand. Ich kann nichts sagen. Ich kann nichts denken. Ich spüre Kribbeln. Ich kann nicht kreischen. Ich spüre nur Kribbeln in den Füßen. Verdammte Scheiße, die Füße werden warm. Nein, die Füße werden heiß. Dingdingding, das Steak ist fertig: Well done! Bien cuit, mon amour!
Eure 
Uschi

P.S.Lasst uns DARAUF und auf eine schöne Zeit anstoßen! Lasst uns feiern. Lasst sie hochleben. Lasst sie glücklich sein! Hipp Hipp Hurra! Sie leben hoch! Dreimal hoch! 65902844 mal hoch!

Donnerstag, 23. August 2012

Zurück in die Realität

Guten Tag meine Damen und Herren,

da ist sie wieder. Braungebrannt und müde wie ein Siebenschläfer. Nach einem einwöchigen Trip und der Reise zurück in eine jugendliche Zeit des Schabernacks bin ich nun bereit für den Erholungsurlaub bei g´miatlichen 42 Grad in den heiligen Produktionsstätten meines Brötchengebers. Morgens um neun Uhr mitten in Bayern nach bereits ca. 3km Fußmarsch, 3 Besprechungen im türkischen Dampfbad klebt die Jeans an den rundlichen Hinterbacken und jegliche Blush-Bäckchen haben sich ins Nirvanna verabschiedet.

Und so hat er mich wieder: der Alltag. Hinterlistig überlistet hat er mich abermals in die Fänge gebracht. Wenn ich zurück denke, dass ich mich noch vor ein paar Tagen bei wirklich g´miatlichen 46 Grad am Strand gesuhlt habe und überlegt habe, ob ich mir nun Kuchen oder Schokopudding, Wein oder Cocktail einverleiben oder mich lieber der verblüffenden Feststellung widmen sollte, dass selbst aus den Fußrücken Schweißperlen herausgepresst werden können, werde ich sehr wehmütig.

Ja, wehmütig. An eine Reise zurück in die Jugend. Die Reise zurück in eine unbeschwerte Jugend. Tränen floßen, ja sogar Sturzbäche -  vor Lachen. Ohne Sorgen und Ängsten nach dem Sinn des Lebens. Ohne Ängste nach dem Grundprinzipien des Lebens, dem innerlichen Streben in den Urtrieben des menschlichen Individuums. Baue ein Nest, pflanze ein Bäumchen und gebähre ein Kind. Das Streben nach den fundamentalen Instinkten des Menschens, die beim Einen mehr, beim Anderen weniger tief in uns sitzen. Ach ja, und strebe nach Erfolg und Reichtum, nach griechischen Staatsanleihen und Aktienfonds von ostfriesischen Weideland. Fahre einen dicken Schlitten, schnalle dir die Rolex um, zwickt dir lässig die Loui unterm Arm und stöckle mit Stilletos und dem Concorde-Kinderwagen in das Leben einer erfolgreichen Ingenieurin.

Hmmmm… Das Alles, das Streben nach Größeren, Besseren und nach der Befriedigung des Lebenstriebes, verbunden mit Sorgen und Ängsten, wurde am Nürnberger Flughafen am Sicherheitscheck abgegeben. Ebenso wie meine Seifenblasenpistole. Und so ging es guter Dinge (möge man mal die abhanden gekommene Seifenblasenpistole, und den damit verbundenen Tobsuchtsanfall außer Acht lassen) auf in eine Woche voller Sommer, Sonne, Spaß und Schabernack.

Fazit: Wir gackerten den ganzen Tag, arbeiteten die Themengebiete der letzten Zeiten auf, bestaunten Sahneschnittchen und Leckerreihen. Wir stürzten uns in die Fluten, ließen die Sorgen des Altags von unseren Schultern und das Bikinihoserl vom Hintern spülen. Wir ließen uns mitreißen von der stürmischen See, ließen unsere Gedanken aufschaukeln von der Kraft des weiten Meeres. Wir kamen zur Ruhe, ließen uns auf dem Rücken treiben, schwelgten in Erinnerungen, hörten in uns hinein, setzen uns mit der inneren Stimme auseinander. Ist alles so richtig, wie es ist? Tue ich das Richtige? Werde ich allen gerecht? Bin ich gerecht? Zu mir selbst? Zu meinen Mitmenschen?

Und wir kommen zum Fazit, dass wir gut sind, wie wir sind. Wir sind stark. Wir haben Persönlichkeit. Wir wollen aus Fehlern lernen. Wir wollen lernen, dass wir nicht perfekt sind. Wir haben Ecken und Kanten. Ecken und Kanten, an dem uns aber unsere lieben Mitmenschen, unsere Herzen,  halten können, wenn wir an ihnen vorbeigleiten sollten. Wir sind keine glattgeschliffenen Kieselsteine. Wir sind nicht perfekt, ganz und gar nicht. Aber wir können gehalten werden. Von Menschen, die uns lieben. Von Menschen, die wir lieben.

Ich lasse die Kieselsteinchen am Strand durch meine Finger gleiten, betrachte sie. Sie sind sehr hübsche, genauer gesagt glattgeschliffene Steinchen. Alle? Nein, ein paar haben Ecken und Kanten. Und genau die paar kleinen Stücke im großen Steinhaufen ziehen meine Aufmerksamkeit auf sich. Sie fallen in den Blickfeld. Weil sie sind wie sie sind. Mit Ecken und Kanten. Bereit sich mit Anderen zu verhaken und als starkes Paar  zusammen weiter durchs Leben zu schreiten.

Eure Uschi


Sonntag, 12. August 2012

MakeUp oder Pornos?

Guten Morgen meine Lieben,

Sonntag morgen, 7 Uhr. In genau 24 Stunden klingelt mein Wecker. Ha! Meine Damen und Herren, nicht irgendein Wecker, sondern der legendare allseits beliebte "Hurei. Jippieehyo! Wir fahren in den Urlaub!"-Wecker.

Ja, ihr lest richtig. Morgen früh ist es soweit. Lediglich der Pelz eines Gorillamännchens trennt uns noch von einem grandiosen Ausflug: Drei Weibchen machen sich auf in einen spektakulären, exotischen Abenteuerurlaub, auch bekannt als All-Inclusive-Club-Urlaub in der Türkei. Das Hotel hatte einen Baldachin am Strand. Konnten wir hier leichtfertig ablehnen?

Man sehe drei Weibchen, genauer gesagt drei großartige Weibchen mit langen wehenden Hippieröcken und großen Stohhüten (mit exorbitant großen Seidenblumen), gebräunten Schultern, einem von der Sonne zärtlich geküssten Teint und einem beschlagenenden eleganten Weißweinglas in der Hand. Sie bewegen sich zu ihren Gemächern am Strand, fletzen sich in die bunten Kissen und kommen gut behütet (sie tragen ja schließlich große Strohhütte) an in ihrem eigenen Marakesch. Dank sei Gott dem Herrn, für die passende Artdeco Mararkesh Limited Edition. Mit dem falschen Blush auf dem Antlitz wäre der Spaß ja nur halb so groß.

So, und hier sind wir bei der Krux an der Sache. 20kg. Nein, ich habe nicht abgenommen. (Das war doch niemals dieser Blog, der hier als neuen Vorsatz dieses Jahres was von einer Abnahme gesprochen hat, oder?) Nein, es geht um die Gepäckmenge. So, und nun frage ich euch, meine gebildeten Leser: Ihr kennt schwarze Löcher im Universum? Die, die ja eigentlich physikalisch nicht vorhanden sein dürfen, es aber aber aus trotzigen, bockigen Verhalten einfach trotzdem sind? Ja, genau die. Und nun seid ihr dran: Wie bringen ich so ein dämliches schwarzes Loch in meinen Hartschalenkoffer? Und wie bekomm ich in dieses schwarze Loch 28kg MakeUp und 17 Bänder der Black-Dagger-Vampirporno-Reihe (bei der wahre Männer noch dass sind, was sie sein sollten? Jäger und Sammler, leidenschaftliche Liebhaber, die Weibchen zärtlich umgarnen und dabei mords gefährlich fauchen, Uiuiuiuiui), ohne dass ich auch nur ein Gramm Übergewicht habe? Bzw. der Koffer kein Übergewicht hat?

Frage nun: diskutieren über zuviel unnötigen MakeUp-Krimskrams oder über Vampirpornos? Oder seid ihr Leser des neuen Komerz-Schinkens "Shades of grey", auch bekannt unter "Ohlala, ich bin ja eigentlich so ein schmutziges Hausfrauchen, die laut stöhnend an die Wäschespinne gekettet werden will, nachdem sie Zitronenkuchen gebacken hat!": Schämt euch! Kindergarten. Taucht frisch geblusht mit exotisch, rauchigen Katzenaugen ein, in die Welt der Black-Dagger-Bruderschaft und lasst euch treiben. Und genau da tauche ich ab Montag ein. Ich vereine flottes MakeUp, Lebenslust und Pornos. Und einen besonderern Gruß an das Lockenköpfchen: bis nächsten Montag gehört Hollywood, das Sahneschnittchen, mir. Die Woche drauf, darfst du von dem sündigen Leckerbissen naschen!

Eure 
Uschi

Freitag, 10. August 2012

Von Tumbleweeds und Schildkröten

Guten Tag meine Damen und Herren,

ja, ich weiß, lange Zeit war es ziemlich inaktiv hier auf Uschis Blattform. Gespenstische Stille, lediglich der Hauch eines Windstoßes ist leise kitzelnd auf der Haut wahr zu nehmen.
Ab und an gesellt sich noch das gespenstische Klappern alter auf-und zu schwingender Salontüren dazu und wenn man Glück hat, kann man trotz der eisigen Kälte und Einsamkeit, die sich wie ein Mantel über das Gemüt liegt, sogar das Quietschen eines rostigen Schaniers vernehmen. Alte Heuballen rauschen durchs Bild. Heuballen? Wie nennt man eigentlich die blöden Dinger aus dem Wild West Film, aus dem Schießfilm?
Hört sich Heuballen intellektuell an? Also ran an die Googlerei. Es ist ja nicht so, dass man ein Smartphone umsonst hätte. Das Resultat: Heuballen, auch Steppenläufer, Tumbleweed, Steppenhexe, Präriebüschel, Bonanzakugel, Wüstenhexe oder auch ganz einfach und simpel:  Chamaechorie.

Was will die Uschi von uns? Erst lässt sie sich wochenlang nicht blicken, bekommt nicht mal mit, dass sie eine Award verliehen bekommen hat!!!!!, (DANKE allerliebste Mono) und dann will sie uns erklären, was eine Bonanzakugel ist? Jaja, ihr habt ja recht, aber diese Plattform hier ist kein dummer Kosmetikblog a´la „Haul. Oh mein Gott. Limited Edition. Und hier und da mein Outfit of the day. OOTD genannt. By the way, hier die „Nails of the day – NOTD“ und weil wir schon dabei sind, hat mir heute auch doch tatsächlich noch eine Mücke mit dem Rüssel mein Gehirn ausgesaugt, nachdem ich es beinahe beim Dm an der Kasse in der Ramschkiste bei meinen Mega-Haul vergessen hätte. Und sehe ich in den Leggins nun dick aus? Tragen die auf? Komm, sagt mir, dass sie eine fabelhafte Silhuette an mir zaubern, ansonsten werde ich hier einen Post verfassen, wie furchtbar ungerecht die Kommentare sind. Steht tatsächlich das Wort „Fett“ im Kommentar, wird der Kommentar sowieso von meiner einäugigen Eintagsfliegen-Assistentin gelöscht.“
Nachdem wir nun abgeschwenkt sind, rufen wir uns doch nocheinmal ins Gedächtnis, dass fliegende Heuballen, nicht einfach fliegende Heuballen, sondern sogenannte Tumbleweeds sind.
Und schon haben wir unseren Allgemeinwissensstand enorm verbessert. Macht in euren Augen vielleicht keinen Sinn, aber wer kennt ihn nicht? Schneeballeffekt und so. Wenn ihr mal nicht mehr weiter wisst, schmeißt bei einer Besprechung das Wort „Tumbleweed-Effekt“ in den Raum und sie werden euch Lob und Ehrgesang entgegenbringen.

Aber wieso in Gottes Namen schießen Bonanzakugeln auf Uschis Plattform umher, wie ein aufgescheuchter gackernder Hühnerhaufen? Wieso steppen keine flotten Saloongirls auf den Theken? Tja, das Taugenichts-Studentenleben ist momentan wieder passe. Ich befinde mich im sog. Praxissemester meines Studiums. Das heißt raus ins Unternehmen und mithelfen. Sachen erledigen, wie Kärtchen ausschneiden, Post holen und andre Lakaien-Aufgaben. Genau 2 Tage lang. Und dann geht’s richtig zur Sache. Mithelfen im täglichen Tagesgeschäft der Prozessplanung eines Produktionskonzern. Was auch soviel heißt, wie „Sind diese nutzlosen Klumpen, die wohl doch noch irgendwie an meinen Fesseln festgewachsen sind tatsächlich noch meine Füße?“ Was widerrum die Frage aufwirft, sollte die Annahme stimmen, und es sich nicht mehr um sie handeln, wer dann den Job übernimmt, den kleinen mobseligen Körper durch die Gegend zu schieben? 

Leider bedauere ich den Umstand, dass ich den Job nun erst ca. 2 Wochen vor meinen Strandurlaub angetreten haben konnte. Mein Büro ist im ersten Stock, folglich laufe ich die Treppe ca. 459 mal am Tag rauf und runter. Tja, hätte ich nun schon 6 Monate Treppen-Training hinter mir, würde ich am Strand womöglich für eine Radrennprofi gehalten. Die Leute würden zischend die Luft zwischen den Zähnen einziehen, vor Neid erblasen und sie würden nur noch vom „dem Tier“ sprechen. Momentaner Stand ist eher ein Obsthändler, genauer gesagt ein Südfrüchte-Händler, ein Zitrusfrüchte-Händler. „Wer will noch mal? Wer hat noch nicht? Lecker Orangen, heute bei der Oma Uschi! Heute große Probieraktion. Knabbern sie an meinen Hinterbacken und genießen sie den köstlich, erfrischenden Geschmack äußerst reifer Orangen! Heute im Angebot. Orangen! Orangen mit Druckstellen! Saftorangen, meine Damen und Herren.“

Was ich selbstverständlich nicht außer Acht lassen möchte, ist mein Tagesoutfit momentan. Richtig, meine Lieben, das Outfit of the Day – OOTD. Leider kann ich aus Datenschutzgründen kein Foto von meinen äußerst amüsanten Outfit machen. Stellt euch das so vor. Ihr reist standesgemäß an. Schwarze Jeans, Bluserl und die flottesten Keilpumps, die die Welt jemals zu Gesicht bekommen habt. Ihr werdet vom Chef empfangen, der erstmal mit einem freudigen Elan verkündet, dass man doch nun erstmal der Frau Uschi Arbeitskleidung besorgen muss.

Ich meiner minimalistischen Anzahl an Gehirnzellen aktivierte sich die Rundumleuchte incl. Eines schnarrenden Warntons. Ein schriller Trillerschrei glitt durch meine Gehirnwindungen. Das Wort „ Sicherheitsschuhe“ erreicht in Windeseile und mit einem dumpfen Schlag meine Nervenenden. Lieber Gott, lass es sich bitte nur um einen Traum handeln. Lass mich aufwachen. Lass mich aufwachen in 12 cm Pfennigabsätzen mit Glitter-Flitter-Absatz und ich werde niemals mehr meckern, dass ich Schmerzen darin habe.
Eine halbe Stunde später befand ich mich am Standort der Sicherheitssschuhausgabe und mir wurde mit freudiger Miene und einem kurzen Blick auf meine Brüste ein roter Schuhkarton überreicht. An und für sich ist ja ein überreichter Schuhkarton ein sehr großer Anlass zur Freude.
Nicht jedoch mit den Worten „Da schau her, Moidl (bayerisch: Mädchen)! (Während ich dir hier ungeniert auf die Brüste starre) Schau her, da haben wir in 37 noch die flotten roten Sicherheitssandaletten! Da hast aber gscheit Glück ghabt. Die sind immer ratz fatz weg.!“

„Herzlichen Dank. Meine Frage nun: Kann man die eventuell umlackieren?“ „Ah geh, de san doch mordsflott!“. „Mhhmmm. Ja, sehr flott. Ich kenne da Schuhe mit roter Sohle. Die sind flott, mein lieber Herr Kollege. Aber das hier ist Körperverletzung, Diskrimierung und das Tragen grobe Fahrlässigkeit für Körper und Verstand“.

Nun frage ich mich natürlich, was ich mit den 8 Paar seriösen Schuhen, die ich mir extra für die Arbeitswelt gekauft habe machen soll. Und ja, bevor blöde Fragen aufkommen: Blaue Blümchen-Keilpumps sind seriös!!! Ich bin eine Uschi, und dass werden die hier schon noch merken.
Momentan befinde ich mich noch so ziemlich im Stadium des braven Weibis. Ich trage nudefarbigen Nagellack, die hässlichste blaue Arbeitsjacke der Welt, die mir um die Hinterbacken sehr knapp, am Oberkörper jedoch viel zu weit ist.
Der Rückenbereich ist höchstwahrscheinlich so konzepiert, damit man im Alter, wenn man durch die Arbeit gekrümt und buckelig ist, immer noch in dieses äußerst flotte Jackerl passt. Aber ich mein, mit 1,60 m Körpergröße, hat ein Meterstumpen-Mädl mit einem Schildkrötenpanzer auf dem Rücken und roten Sicherheitsklapperl doch auch fast schon wieder irgendwas niedliches an sich.

Bei einer Aktion, bei der im Rahmen eine Spende an eine Kinderorganisation ging, war ein Clown vor Ort, um ein paar Kinder zu bespaßen. Meine Damen und Herren, da wir hier bei Prozessoptimierung, Wertschöpfung und Kostenreduktion sind: Das Geld hättet ihr euch sparen können. Her mit dem roten Plastikzinken.

In diesem Sinne verschwinde ich für heute, bevor die allseits gefürchtete Stylingpolizei noch hier auftaucht.
Eure
Uschi

Montag, 30. Juli 2012

Freiheit

Guten Morgen meine Lieben,

kennt ihr das Gefühl der Freiheit? Geschlossene Augen, Tagträume, kitzelnde Sonnenstrahlen auf warmer Haut, flatternde Haare in der Brise des Sommers? Man befinde sich auf dem heimischen Balkon mit nichts weiter als einer richtig dummen Klatschzeitschrift ohne jegliche Integrale und ohne der komplexe konjugierten Fourierreihenberechnung. Neben sich eine entspannte Tasse Kaffee mit feinster Crema. Und aus tiefster Kehle gesellt sich ein befriedigendes Grunzen aus meiner Mitte zu dem beruhigenden Brummen des nahegelegenden Bienenhäuschens. So stelle ich mir das perfekte Leben vor. Ein Hauch von Nichtstun.

Ja, die Prüfungszeit ist vorbei. Von den Ergebnissen wollen wir nicht reden... Sagen wir es so: Auf dem Siegerpodestchen hätte ich wohl keinen Platz. Pfff, mir egal. Da besteht sowieso die Gefahr, dass mir irgendein brumpftiges Ferkel unter den Rock lurrt oder ich womöglich umknicke, stürze, mir den Kopf aufschlage und mit dem Blutfluss noch mehr Gehirnzellen abhanden kommen. Die anderen haben sind ja auch auf mysteriöse Weise in einer Nacht-und Nebelaktion aus dem Staub gemacht. Laut habe ich ich in der Prüfung nach ihnen gerufen, aber nichts außer einer schwarzen Leere antwortete mir. So, ist das heutzutage. Auf nichts kann man sich mehr verlassen. Und früher war sowieso alles besser.

Nun ja, genug der Jammerei. Ich habe noch zwei Tage "Freiheit", die ich mit lästigen Sachen, die ich ständig aufgeschoben habe, vertrödeln muss und dann beginnt der Ernst des Lebens als Praktikantin. Die Freude ist schon groß, statt toller Ferienzeit im eigenen Sudd im Büro zu kochen. Yeaha. 

Eure Uschi

P.S. Ab jetzt gibts wieder öfters was auf die Ohren von die Oma Uschi

Mittwoch, 18. Juli 2012

Bitte vervollständigen Sie! Vorfreude ist die...?

Guten Morgen meine Lieben,

es grüßt sie eine Studentin im Dilirium, eine Studentin in der heißen Prüfungsphase. Es grüßt sie eine Studentin, der die gewisse Grundinteligenz fehlt, und die so pauken muss wie ein Schwerstarbeiter, um mit Ach und Krach irgendwie die Prüfungen zu bestehen.

Gestern hab ich mir mein kleines pink lackiertes Zehennägelchen ein wenig weggefetzt. Und ab heute nacht beginnt das Luder zu toben, wie wenn es kein Morgen mehr geben würde. Also steht die abgeranzte Studentenbraut, die übrigends in den letzten drei Wochen maximal 5x Blush aufgelegt hat, um halb sechs Uhr morgens auf. Und jetzt zu lernen, um diese unchristliche Zeit? Um 05:30 Uhr?  Das wäre dann doch irgendwie pervers.
Also was machste, Uschi? Widme dich mal wieder deinen Blog. Ja, ich gebe es zu, es fehlt mir... Die Zeit, sich mit mir und meinen teils wirren Gedankenstrom auseinanderzusetzten fehlt mir...

Die Weibchen fehlen mir, die verrückten Abende fehlen mir, die Unbefangenheit, die lustigen, ja manchmal etwas sinnlosen Gespräche, das gegenseitige Anstacheln zu bescheuerten Wetten (nur um gratis einen YSL Lipstick abzuräumen), verrückte SMS, liebevolle Umarmungen.
Die einzigen Zusammenkunft von drei Weibchen ist drei Wochen her, endete mit einer Autofahrt Gustavo Lima in voller Lautstärke und wilden Goasbocksprüngen, untermalt mit wildem Gekreische, und der Tatsache, dass Frau Gargi ewas verschämt sich abwenden musste.

So, genug der Sentimentalität. Was gibts neues in meinem Leben? Nicht viel. Nur soviel dazu, dass unser  Mädlsurlaub gebucht ist. Vorab war meine einzige Bedingung, dass ich nur um Ruhe, Erholung und keinesefalls ein türkisches Reiseziel bitten möchte. Letztendlich wurde es ein Cluburlaub. Wo? Trommelwirbel.... Die Spannung steigt... Tada, in der Türkei.
Niemals könnten wir uns bei der Hotelauswahl von einem Baldachin am Strand ála Sex and the City beeindrucken und überzeugen lassen. Das war siche nie und  nimmer unsere Intension....

Seis drum, ich freu mich zugegebenermaßen doch schon ein kleines bissschen darauf. Der letzte Urlaub dieser Art, bevor ich tatsächlich ins niemals endende Berufsleben, in die Erwachsenheit, in die Seriösität abgleite. Lasst uns ein letztes Mal völlig verrückt sein, lasst uns ein letztes Mal im Sand Purzelbäume schlagen, lasst uns das letzte Mal Jungs am Strand nach Noten bewerten, lasst uns laut "Wohoooooo" in die Welt da draußen kreischen, lasst uns feiern, lasst uns fröhlich sein. Verabschieden wir die Jugend. Begrüßen wir die Falten und den Kater, der jeden Morgen mit uns auf Tuchfühlung gehen wird.

Eure 
Uschi

Samstag, 23. Juni 2012

Wer oder was ist bitte diese Glossybox? Ich kenne nur die Gargibox!

Guten Morgen meine Lieben,

der frühe Vogel war da und rieß mich aus dem Schlaf.
Es ist viel zu tun, also greif mas an. Auf gehts. Geh ma. Pack mas.

Viele werden noch vor sich hin schnorcheln, ihre Feierlaune und die damit verbundene Mietze noch etwas auskurieren. Nicht Uschi. Ich pfeiff auf den Fußball-Zirkus. Ich pfeiff auf diesen Trubel.

Worauf ich nicht pfeife, dass sind die feinen Dinge des Lebens. Feine Dinge des Lebens waren unter anderem vor einigen Monaten noch eine kleine rose-farbene Box, die pünktlich zum Monatsanfang in mein Häuschen eintrudelte. Was habe ich geschwärmt, was war ich begeistert....
Wenn ich alleine nur an den Herrn Dr. Eckstein und sein wirklich farbelhaftes Peeling denke. Ich habe bereits hier etwas, ein klein bisschen, geschwärmt. Nach Dr. Eckstein ging es dann aber rapide und konsequent stetig bergab.

Schönheitsdrinks, Heilerdemasken, Gesundheitsseife, abgeranzte Produkte, crazy Lippentattoos und unschlagbar verrückter, schwarzer Lipgloss folgten meinen Herrn Dr. Eckstein.
Nein, die verdammt prüde Hausfrauenschaft Deutschlands ist ziemlich verbohrt und spreizt und wehrt sich mit Hand und Füßen gegen Neues. Dass man heutzutage Rharbarber ins altbekannte Erdbeermamalad´ und Chili in den guten alten Vollmilchschoklad´ tut, sorgte bereits landesweit für blankes Entsetzen und empförte Aufschreie.

Aber sie arrangierten sich, probierten zögernd Neues aus und warfen alte Sitten ab. Sie waren offen für neues, lernten die Welt kennen, die neue Welt zog ein in die deutschen Haushalte. Die Hausfrauenschaft war ganz vorne mit dabei. Ingwer, Curry und Zitronengras zogen in die deutschen Küchen ein und sorgten für aufregendes Flair.
Sie durften die Kette, mit der sie zur Sicherheit an den Herd gebunden worden waren, stundenweise sogar ganz abnehmen. Sie waren mutig, trugen Minirock und manche sogar heimlich einen Strapsgurt.

Sie lernten Make up kennen und lieben. Von Neon in den 90er über Nudelook gings 2012 auf in eine neue aufregenende knallige Saison. Pinker und roter Lipstick wurden salonfähig und durften sogar beim morgendlichen Brötchenholen getragen werden. Bunte Fingernägel wurden geduldet, verrückte Farben wie Jadegrün und koralliges Peach mit glossy-sheeren Finish zogen ein in die deutschen Hausfrauenhaushalte.

Weg mit dem konservativen alten Schmä. Nur mit Eins konnten sie sich nicht anfreunden: Schwarzer Lipgloss und Lippentattoos mit pinken Leopardenprint. Wenn auch der Metzger, bei dem ich morgens den Leonerring fürn Wurschtsalat einkaufe, pinken Lipstick runzelnd toleriert, ist seine Geduld bei schwarzen Anstrich zu Ende und mir wird nur langsam von hinten eine tote Ratte auf die Schulter geschoben.

Und das Ende vom Lied war, dass die Hausfrauenschaft Abstand nahm von der lieben Glossybox. Um den schwindenden Kundenstrom entgegenzuwirken, überlegte sich das allseits und stets gutgelaunte Glossybox-Team so einiges. Sie schlugen sich zahlreiche Nächte um die Ohren und hatten schließlich auch einen verblüffend gut ausgeklügelten Plan aus dem Boden, aus dem Nichts, gestampft. Mit einer Preissteigerung von 150% und konsequenten Ignorierens der lästigen Kundschaft sollte man das Problem doch aus der Welt schaffen können.
Und wenn das noch nicht klappt, dann schlägt man doch einfach die Verwirrungstaktik an. Falsche Informationen bis hin zum kompletten hysterischen Ausfall der Systeme. Schaukelt sich der Hexenkessel der rasenden Gemüter so weit nach oben, dass das System auser Kontrolle zu geraten scheint, dann werfe man 100 abgeranzte Blechringerl unter das Volk. Und hier ist er: allseits beliebt und amüsant. DingDingDingDing. Runde 3. Hahnenkampf.

Und da die Gesellschaft der Upperclass das nicht nötig hat, hat sie einfach ein eigenes Projekt ins Leben gerufen: die legendäre Weibchenbox.

5 ausgewählte Produkte. 5 Kleinigkeiten. 5 Nettigkeiten.
Dieses Monat wurden wir beschenkt von Frau Gargi. Die Box kommt hauptsächlich in zarten Pudertönen daher. Öffnet man sie, erscheint ein wundertolles Patchwork-Design mit Schleiferl und Sicherheitssigel.
 
Ein Kärtchen lässt schon mal ein wenig die Fantasie anregen, was sich dem unterm dem neckischen Engerl-Papier verbergen könnte.

Öffnet man es, erscheint ein weiches Bettchen, auf dem die Produkte sicher und bedacht schlummern.

Los gehts mit einem Upperglass-Duschbad. Ui, schon wieder was total Neues. Ich kenne nur die Upperclass. Und ich kenne nur ein Weißweinglass. Die Mischung "Upperglass" ist wohl ein Weißweinglas der Weibchenschaft. Auch nicht schlecht. Sollten wir demnächst unbedingt ausprobieren.

Als zweites Produkt haben wir ein güldenes Löffelchen mit sehr schöner Botschaft.

Anschließend haben wir eine "Neverending-Story". Ein Lippenplege von Balea Young im zarten, wie soll es anders sein: Rosé. Neverending Story: für immer schön mit fantastisch zarten Lippen. Die besondere Formel mit Vitamin E und Drachenfrucht-Extrakt pflegt deine Lippen intensiv, der milde Duft erfrischt. Sei happy ohne Ende.
Rosenlicht für Amore. Hätte mein Tierchen nicht im Zuge des Erwachsenwerdens unterwegs seine Romantik verloren, würde ich es wohl mit ihm entfachen. Ach halt, ich vergaß: heute Nacht gabs Romantik. Körperkontakt. Ich drehte ihn ruckartig und leidenschaftlich um. Zwar nicht um ihn an den Speck zu gehen, sondern um den schnorchelnden alkoholisierten Fußball-Erfolgsfan zur Ruhe zu bringen.
Naja, werde ich wohl das Herzerl alleine in der Badewanne entfachen.
Und dazu kommen die Bademomente Seelenzart, die die Huat verwöhnen und die Sinne mit Wildrose und Iris inspirieren. Ja, bitte, inspirieren. Meine Mathematik-Gehirnzellen inspirieren, endlich ihren verdammten Dienst zu tun. Oder inspirieren, um einfach eine Zeitmaschine zu erfinden, die ich geplegt um einen Monat vordrehe.

Und als Zuckerl gibts Folgendes:


Fazit: Liebes Glossybox-Team: so gehts!!!

Eure 
Uschi

Freitag, 22. Juni 2012

Neue Liebe - Christian, heirate mich! 660-Grenat

Guten Morgen meine Lieben,

der Blog und die Uschi sind wohl doch noch nicht abgenippelt....
Entschuldigt meine Abwesenheit. Ich muss nun wohl sagen, dass Familie, Freunde und auch ich selbst wichtiger sind als ein Leben in einer rosa Zuckerwolkenlandschaft mit niemals enddenden Schleckstenglvorräten. Aber nein, so ist es nicht. Ich hab soviel zu berichten, zu zeigen, zu philosophieren. Aber das kann ich ja nicht so durchziehen. Das wäre unhöflich. Das macht eine Dame von Welt nicht.

Ich hoffe ihr versteht es. Die Weibchenschaft auf jeden Fall schon mal nicht. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass ein Mitglied, wenn er noch einmal den Titel des letzten Beitrages auf dem Bildschirm aufflackern sieht, sich kurzerhand entschließt Amok zu laufen und den gesamten Kindergarten, in dem sie arbeitet kurzerhand in Stücke schlägt, nachdem sie wie Hulk grün angelaufen ist und sich das Tshirt mit bloßen Händen vom Leibe reißt.

Mhhhm, nicht mal so schlecht, die Vorstellung. Ich führe Regie im Chefsessel. Wer macht das Nummerngild und wer betätigt das "Klappe, die soundsovielte"-Klappe? Wer übernimmt die Phyro-Effekte? Wer übernimmt die Deko und sitzt da und sieht einfach nur verdammt gut aus?

Verdammt gut aussehen? Ohje.... Das ist ein leidiges Thema. Ich bin daran zu arbeiten. Aber meine Damen und Herren, egal wie ich blushe, lipsticke und in den Tricks herumwühle, bleibe ich doch die Uschi vom Lande.
Die Uschi vom Lande, die sich neu verliebt hat. In Christian. Christian Ronaldo? Nein, wobei..... Ein leckres Sahneschnittchen ist es ja schon. Ich würde mich zumindest mal gerne recht herzlich von ihm drücken lassen und mir ganz fest merken, wie er duftet. Ach ja, davor bitte Trikottausch! Mhhhhmmm.... Kakao.....

Aber welcher Christian dann nur? Ein wenig Luxus für die Dame, der der Misthaufen schon zu den Augendeckeln rausquillt. Also Luxus für Uschi. Luxus selbstverständlich im SALE.

Man gehe in den Douglas, um den Gutschein für irgendeine High-End-Augenpflege einzulösen,auf die ich sowieso schon länger scharf war. Damit das nicht zu ausgeschämt wirkt, kauft man als Anstand ne Kleinigkeit. Wobei Kleinigkeit natürlich sehr weitläufig definiert ist. Für einen Milliadär ist ein Porsche ein Zuckerl, eine Kleinigkeite, wie für andere Leute ein Stück Erdbeersahneschnitte und für abgeranzte Studentenbräute wie mich eine Schüssel voll Dosenpfirsiche.

Zurück von der Metapher ins Paradies, in den Beautyhimmel. Ich betrete den Laden, laufen lustlos umher, vertrödle nur überflüssige Zeit, bis die Vorlesung beginnt. Ich zucke zusammen, spitze die Ohren....
Wenn ihr bereits Mütter seid, kennt ihr es: das Gen, einem hilflosen Wesen zu helfen und Beistand zu leisten. Ich als Katzenmutter, bin da natürlich ganz vorne mit dabei. Und da höre ich ein leises Wimmern, leise Hilferufe. Und mich soll augenblicklich der gelbe Blitz beim Dingens erschlagen, wenn ich mich geirrt habe, und die weinerliche Stimme nicht tatsächlich "Mama" gerufen hat.

Ich wäre wohl ein Unmensch, wenn ich nun den Laden verlassen hätte. Ihr wisst schon: unterlassene Hilfe und so weiter. Also Ursachenforschung. Und ja, auch so ein Bundesverdienstkreuz für irgendwelche sozialen Angelegenheiten macht sich im Lebenslauf einer kaltherzigen Ingenieurin ganz gut.

Ich gehe schleunigst und schnurstacks in Richtung des Wimmerns. Halt, Moment, die allseits wachsame Uschi erblickt in den Augenwinkeln eine ihr bis dato völlig unbekannte Aufbaute. Und ich kenne meinen Douglas. Hier stimmt was nicht. Das war gestern definitv nicht so. Was erblicken meinen Augen, bei denen man aufgrund des scharfen Seitenblicks nur noch das Weiße erkennen kann? Grellrote SALE-Schilder. Ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, waren da noch RundumLeuchten und blinkende Neon-Pfeile.

Jetzt haben wir den Salat. Zwickmühle. Predulie. Nun heißt es entscheiden. Beute schlagen oder das Helfersyndrom? Ein letzter Blick nach vorne. Eine Mutter schießt um die Ecke, um einen pinken glitzernden Klops vom Boden aufzusammeln. Aber der kleine Klops verdient meine allerhöchste Hochachtung. Es kann jedem mal passieren, wenn man beim Lippenstift-Austesten mit 3 Jahren, mit den Hello-Kitty-Turnschuhe mit eingebauten Rollen über diese neuen, in der Tat sehr unpraktischen pinken Flokatis stürzt, nur weil man den neuaufgebauten SALE-Stand sieht. Aber meinen Respekt. Im Douglas zu stürzen, ohne sich danach mit hochrotem, beschämten Blick leise von Danen zu schleichen, ohne sich schleunigst und unauffällig vom Acker zu machen (um dann in der öffentlichen Toilette die blutende Kniescheibe zu versorgen) verdient wirklich fast einen ohrenbetäubenden Applaus.

Dieses Problem war also erledigt. Das kleine niedliche Mädchen war aus dem Rennen. Mit einem aufgeschlagenen Knie sollte man nicht die Kostbarkeiten des Sale-Standes besudeln. Ich hatte ihn für mich alleine. Und das lag es. Auf weißen Federn gebettet:
 
Das Luxusprodukt vom Christian. Christian Dior. Serum de Rouge. Wie ihr wisst: Lipstick und Blush. Das ist die Uschi. Wenn nun ein Lipstick wie ein Blush, also wie ein Rouge heißt, ist das dann nicht wahrlich zauberhaft? Zugegebenermaßen hatte ich auch mit mageren Fremdsprachenkenntnisse Probleme herauszufinden, ob es sich nun um einen gewöhnlichen Lipstick, oder eine Art Rouge-Stift handelt.

Aber es ist tatsächlich ein Lipstick. Kein komplett deckender Kamerad, einer aus der neuen, fürchterlich angesagten sog. Sheer-Sparte. Man könnte ja fast von einem glossy-sheerigen Finish sprechen.

Aber erstmal zur Verpackung. Dezent, aber doch sehr schön. Der Lipstick selbst: sehr hochwertige, schwere Hülse. Der Lipstick lässt sich über Klick-Mechanimus heraus-und auch wieder hineindrehen. Toll also zum genauen dosieren der Lippenfarbe. Ebenso positiv ist das Hygienesiegel, bei dem es ausgeschlossen ist, dass neugierige Frauen die Konistenz durch Betatschen des Produkts bereits ausgiebig getestet haben.
Die Farbe 660, auch "Grenat" genannt ist ein dunkler, beeriger Rotton, der wie oben schon erwähnt sheer ist.
Einmal aufgetragen wirkt er wie ein farbiger Gloss. Hier muss man jedoch darauf achten, dass er nicht fleckig wirkt. Mehrfach aufgetragen knallt das Schätzchen wirklich. Und das wollen wir ja diese Saison. Auffallen um jeden Preis. Man muss nur etwas vorsichtig und bedacht mit dem Produktchen umgehen. Beim Layern kann es leicht passieren, dass einem die Lippenfarbe über die Lippenkonturen hinaus abhaut. Hier empfehle ich also doch einen passenden Lipliner zu verwenden. Laut dem Christian soll der Lipstick glänzend, feuchtigkeitsspendend, glättend sein. Ich kann dies nur unsofern unterstützen, dass die Lippen prall und sehr geplegt und keinesfall austrocknend wirken.
Auch der Duft. Schwer zu beschreiben. Frisch, wie Beeren, aber nicht künstlich und nicht zu aufdringlich.


Und der Preis: gewöhnlich mit 33,95 € für 2g anzusetzen. Ganz schön happig, 2 g sind nicht die Welt und die Textur ist auch nicht sehr ergiebig.
Wie gut, dass ich nur 18,95 € bezahlt habe. Perfekt, um das Produkt zu testen, und perfekt dafür, um sich mit einer weiteren Marke zu infizieren...
Fazit: Empfehlenswert!

Und das Ende vom Lied war, dass es ja nun eh schon wurscht ist, und noch ein paar andere Raritäten in mein kleines Körbchen wanderten.
Die High-End-Augenpflege hat übrigends anschließend die liebe Douglette vergessen in mein Tüttchen zu packen.... Ich bin entsetzt und werde mit kleinen, faltigen Augen in die Geschichte eingehen.

 Eure 
Uschi

Mittwoch, 13. Juni 2012

Weibchengeburtstag

Guten Morgen meine Lieben,

und nun ist es Zeit, sich endlich den Weibchengeschenken zu widmen. Der Nebel sitzt dick und fett vor meinem Fenster, der Grauen einer Vorlesung mittags schleicht sich an. Zeit für rosa Schischi.

Wie ihr wisst, feierte ich ja vorletzten Samstag mit 5 meiner Weibchen in meinen Geburtstag hinein. Und wenn nicht, dann lest gefälligst hier nach --> Weibchengeburtstag.
Um 12 Uhr an Mitternacht gabs also Bescherrung. Ich schnuppere und witterte bereits im ausgesperrten Schlafzimmer einen leicht rosa-peachstichiges Glow um die Ecke schwirren und staunte nicht schlecht, als ich und die Katze mit verbundenen Augen endlich eintretten durften. Ein toller Kuchen mit 19 brennenden Kerzen und viele viele Geschenke. Wie ihr seht domininieren dieses Jahr definitiv die angesagten Blau-Aquar-Marine-Töne, wie auch frisch fröhliche Frühlingsfarben wie Grün und Gelb...
Ach Quatsch... Wie sollte ein Uschi-Geburtstag sein? Rischtisch: Alles irgendwie leicht in rosa, pink und peach gehalten. Meine Lieben, habt kein falsches Bild von mir. Bei mir ist nicht alles in rosa Plüsch gehalten und über meinen Teekessel ist auch keine gestrichte Unterbux mit Glitterherzchen gespannt. Aber ja: ich besitze nun eine rosa Scheißpapier-Hülle im bekannten Ikea-Rosali-Muster mit rot-weiß gepunktenen Rand. Ja, es ist kitschig, und ja, ich gebe es zu, vielleicht ein klein wenig irr, aber doch auch irgendwie wunderbar toll und freaky.
Man könnte sagen, meine Wohnung beginnt langsam dazu, ein wenig in Schabby-Chic-Richtung zu tendieren bzw.das war das Motto davor. Ja, ich habe es mal kurz erwähnt, aber mit der Reaktion, dass die Weibchen mit nem Schiffscontainer rosa Zuckerwolkengeschenke anrücken, damit konnte doch wohl niemand rechnen. Und so brauchte ich eine geschlagene Woche, um alle Schätzchen ein  vernünftiges Plätzchen Zuhause zu suchen und akkurat ins Szene zu setzen. Davor ein kleiner Hauch schäbiger Chic, nun die Königin der Schäbgikeit.

Weil ihr braucht nicht glauben, dass nicht auf Muttl und Oma ins selbe Horn blasen. Schabby Chic angekarrt mit LKW´s. Dazu aber ein ander Mal. Nun sind erstmal die Weibchen dran. Die Weibchen des Herzens.

Beginnen wir mit dem Geschenk vom Wepserl. Es gab einen Stuhl. Keinen gewöhnlichen Stuhl, sondern einen alten, ranzigen Stuhl, denn sie von irgendeinen Flohmarkt hinter einem Haufen Müll und Plunder unter Einsatz ihres Lebens hervorgekramt hat und anschließend einmal quer durch halb Deutschland gekarrt hat.
Anschließend mit einem Bosch Excenter Schleifer bearbeitet und schön weiß lackiert, denn wir wollen ja bekanntlich Shabby Chic. Ein selbstgenähtes Kissen im Tante-Emma-Pilzchen-Look vollendet das feine Stück. Leider gehört er nun nicht mehr mir. Madame Minzi hat ihn sich unter den Nagel gerissen. Tja, so läufts.
Desweiteren gabs am Stühlchen noch allerlei Kleinigkeiten zu bewundern. Ein altes Geschirrset incl. Pflänzchen für meine Sammlung. Erdbeeroter Nagellack von Kiko. Meine Lieblings-Badebombe von Lush mit den eingebackenen Rosen, die ich mich erst ins Wasser werfen traue, wenn sie schon an der Grenze der Ranzigkeit ankommt. Selbstgemachte Glückwunschkarten. Gutschein für einen Tag im Grünen. Und direkt aus Paris, aus dieser Elysées-Dingens-straße ein Sephora Eyeshadow-Dingens in der Farbe Pink Night. Nun denn. Die Dame im Sephora hat das für strahlend blaue Augen empfohlen. Wir werden sehen. Ausprobiert hab ich noch nicht. Ich bin noch in der Stufe anschauen und seufzen. Geschenke, mit Liebe gestaltet, ausgesucht und viel zu viel Zeit für mich kleine Person in Anspruch genommen.

 
Und weiter gehts mit meinem Zwieberl. Ein schlicht daherkommendes braunes Schachterl mit wunderschünen fliederfarbenen Band. Dazu ein paar frische Blümchen aus Muttis Garten und fertig ist es. Ja, ich stehe auf schöne detailreiche Verpackungen. Wahrscheinlich weil es mit selber nie so recht gelingen will.
Zum Inhalt ist nicht viel zu sagen. Wunderschön. Klassisch. Hochwertig. Für eine besondere Gelegenheit vorsichtig ins Schachterl zurück und in die Schublade. 1x wöchentlich aufmachen, anschauen und seufzen.


Ab zum Lockenkopf. Wie schon hier beschrieben: Feuertaufe und Mutprobe der Weibchenschaft bestanden. Einmal nackt, johlend mit der weißen Ikea Scheißheislbirschtn, perfekt geblusht ums Lagerfeuer der Weibchenschaft im Galopp geprungen und schon die Ehrenurkunde auf die linke Arschbacke tattoowiert bekommen. Und auch hier besticht wohl doch ein klein wenig die Farbe Pink. Und ich finds irgendwie richtig kacke. Versteht ihr: die Mädls machen sich einen heiden Spaß daraus, mir lauter Dreck zu schenken, denn ich auch noch richtig gut finde, mich dann beim Nachkauf gegen weitere Farbnuancen leider nicht durchsetzten kann und ich somit am Ende des Monats fürchterlich leiden muss und sich die Damen darüber köstlich amüsieren können. Jawohl, das ist ein Spaß: Stürze die arme abgeranzte Studentenbraut in den finanziellen Ruin! Hurra! Und wenn sie am Boden liegt, streu Salz in die Wunde und tritt noch einmal kräftig nach und wedle mit einem Lipgloss, der die Farbe wechselt. Wowiiiiii!!!! Farbe wechseln. Wie cool! Ich bin noch keine 30! Ich darf mich daran noch erfreuen.
Über den Catrice Lipdingens werde ich noch ein ander Mal seperat berichten. Denn er ist es wert, darüber ausführlich zu diskutieren.

Von meiner lieben Freundin, die ich zwar nur 3 mal im Jahr sehe, dafür es aber  immer umso herzlicher ist gabs eine Flasche Josecco. Auf die Frage, was das denn sei, kam als Antwort nur: Was ganz was Feines!
Meine Damen und Herren, diese Aussage musste sofort auf Plausibilät überprüft werden und siehe da: Tatsache, es stimmte. Aber seid doch mal ehrlich. Da wo Pink draufsteht, muss auch Freude drin sein.
Dazu gabs einen zuckersüßen Pünktchen Schal in Korall aus Seide. Fühlt sich großartig an, und es ist ja jetzt nicht so, dass ich Pünktchen nicht mögen würde. Zu einem marineblauen Outfit. Ja, ich glaube, dass könnte fast fabelhaft aussehen.


Und zu guter Letzt schließen wir die gemütliche Runde mit Schwester Gargi ab.
Es gab 10 Geschenke, alle wunderbar verpackt, was ich natürlich vergessen habe zu knipsen. Vornweg gabs den abgeranzten Bronzer von Dr. Hauschka aus der Glossybox. Na bravo. Aber soviel dazu: mir ist die Gesichtshaut noch nicht abgestützt. Ich find das Ding nicht mal übel. 
 
Für den intellektuellen Part gab es Lesestoff.
 
Na super... Ein Engelbuch... Sehr einfallsreich. Halt.... Moment.... Der Engel heißt Tierchen. Die chronisch pleite Galeristin Uschi, ihre beste Freundin Gargi, der erfolgreiche Junganwalt Azreal. Auch Wesperl, Zwieberl, Vatl, Mutl und die Katze sind mit an Bord. Gargi ist Tierpflegerin im Zoo und hat gerade ein Chimpansenweibchen mit Nachwuchs. Soviel zur Handlung. Großartiges Ding. Herrlich zu lesen. Jedoch nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dazu muss man über den Schwachsinn viel zu viel lachen.

Und es gab noch soooo vieles: Viel Handarbeit, viel Arbeit, viel Liebe. Keine vielen Worte: Lassen wir die Bilderflut sprechen.



Schminktascherl und Schlüsselanhänger

Details Details


Scheißheisl-Zubehör und Schminkpinselrolle
Serviettenbox mit Vogerl-Servietten
Handtasche
Innentaschen mit verschiedenen Futter

Absolut toll genäht, gerade Nähte, schöne, detailreiche Verarbeitung. Aber nein, sie glaub ja nicht an sich selbst.
Eure 
Uschi
P.S. Hey Mädls: und ab jetzt steh ich auf Totenköpfe, Ratzen und Gothic-Schnallen.

Samstag, 9. Juni 2012

You're the one that I want

Es regnet... Zeit um sich das Tierchen zu schleppen, um mit ihm und den neuen superwunderschönen Shopper in die Stadt zu brausen, sich eine pinke Bluse, eine Federnkette und mintgrüne und korallfarbige Armbänder zu kaufen.

Zeit, um das nahe am Nervenzusammenbruch stehende Tierchen in den Douglas zu schleifen. Er hielt sich wacker, kämpfte kurzeitig an den Bobbie Brown-Counter gelehnt ums Überleben. Der heiligen Jungfrau der Schrift und seinem Herzschrittmacher (im Untergrund auch Smartphone genannt) schaffte er es in letzter Sekunde, sich aus dem dicken, zähflüssigen rosa Batz der Köstlichkeiten zu retten. Was wohl nicht zuletzt an drei Brezen lag, die er aus dem Plastik-Beutel von H&M stückchenweise rauszog und dabei wirkte wie eine Mischung aus einem äußerst unprofessionlen Kriminellen und einem erfolgslosen Pfandflaschensammler. Und so etwas dackelte hinter der Upperclass daher... Ich möchte mir gar nicht erst ausmalen, was die Stylingpolizei und der Herr Officer mit mir angestellt haben, wenn sie mich in diesem Aufzug und diesem Anhängsel erwischt hätten. Da hilft auch Red in the City von Catrice und ein schnickes Hüttchen nichts mehr.

Nunja... es ging gut. Und es war nun schleunigst an der Zeit, die neue Dita van Teese Kollektion von Artdeco zu begrapschen.

Ja, da wurde auch das Tierchen wieder etwas rossiger um das Näschen rum. Denn begrapschen würde auch das Tierchen wohl gerne diese Frau Dita. Ihm gefällt die Teese. Wobei er ihr Gesicht ja hässlich findet. Was gefällt ihm dann wohl? Ich tippe auf die baumelnden Pom-Poms, die so schön hüpfen, wenn sie von ihrem Cosmopolitan-Glas rauspurzelt und abstürzt.

Aber was würd ich ohne meinen dumm daherquatschenden Männlein machen, der heute befürchtet, dass Boateng nicht mit Ronaldo fertig wird, wenn er schon nicht einmal Gina Lisa decken kann, die hinten offen wie ein Scheuentor ist. Hahahahahaha.... Hört ihr es noch? Ich lache ja immer noch. Aus tiefsten Herzen... Ohne der geringsten Spur von Spott und Ironie. Hahahaha....

Und trotzdem: You're the one that I want, little Pavi!

 

Eure 
Uschi