altes - beauty - studium/leben - fashion

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Ein kleines Sammelsurium aus altem Plunder, ein wenig Beauty und SchiSchi, dem dämlichsten Studium der Welt, einem Leben im Schweinsgalopp, garniert mit etwas Kitsch und Schnickschnack!

Dienstag, 10. Januar 2012

Aloha! Gute Laune, Sonnenschein und ein hawaiianisches Karottensüppchen

Hallöchen meine Lieben,

was haben wir denn heute für einen wunderschönen Tag? Und das sage ich als überzeugter Winterhasser! Es ist Januar, wir haben 10°C, der Stern strahlt vom Himmel, erwärmt meine Seele!
Ich bin gut drauf und niemand, aber auch gar niemand kann mir heute diese gute Laune stehlen!

Der Tag begann heute in der Uni. Nach einer langweiligen Vorlesung, in der ich die gesamte Blogleseliste durchstöbert habe, begaben wir uns in die Praktikumsräume. Dort angekommen hielt ein Student (braves Bübchen mit randloser, langweiliger Brille) einen Vortrag über Gitarrenverstärker und die dazu benötigten elektrischen Schaltungen. Ich versteckte mich hinter einem Labortisch, arbeitete mit meinem Handy meine gesamte Emailliste ab, und ruhte dann ein wenig die Augen aus. Mit halbem Ohr hörte ich nur komische Wörter wie "tricky", "krass" und Ähnliches. Was für ein Mofa....

Als er dann nach einer Stunde klugscheißerisches Dahergequatsche endlich am Ende angelangt war, erklangt Rockmusik und dieser Trottel zückte doch tatsächlich die Luftgitarrre... Ja, ihr lest richtig: die Luftgitarre... Kinder, was hab ich mich fremdgeschämt... Keiner lachte. Alle starten nur entsetzt auf diesen Bubi, der auf den Knie am Boden sitzte und den Kopf schüttelte wie ein Chimpanse bei einem epileptischen Anfall. Ich konnte leider auch keine andere Reaktion als Kopfschütteln mehr zeigen. Was ist diesem Kerl in der Kindheit nur passiert? Was ist schief gelaufen? Welche Sprung muss ich in der Schüssel haben, um so etwas zu machen? Was denkt sich so einer?

Naja, nichtsdestotrotz hat auch unsere Gruppe das Praktikum abgeschlossen. Und das ist ein Grund zur Freude des heutigen Tages. Was bin ich froh... Ich sags euch: mit der Zukunft der Menschheit wird es stetig abwärts gehen, wenn ich mir diese Studenten so ansehe. Mit ungläubigen, großen Knöpfchen-Augen sehen sie im 4. Semesters eines Elektrotechniker-Studiums hilflos auf einen Kabelbinder und grübeln verzweifelt über den Schließmechanismus. Ich versuche, mich immer ganz schrecklich zusammenzureißen... Ich schaffe es nicht... Ich reiß ihnen das Ding aus der Hand, mach es zu... Bis die alle mal in die Pötte kommen, da treib ich derweil 1000 Kamele auf Schwabing und wieder zruck...

Aber es ist ja jetzt um, die Uschi hatte gute Laune. Fuhr nach Hause, drehte die Mucke im Tierchen-Mobil auf, sang lauthals aus vollster Kehle mit Imbrust und Wonne die Oldie-Klassiker rauf und runter.
Die Sonne scheinte so herrlich, die Vorfreude auf den Urlaub und die Wärme steigt. Lediglich ein lautes Knurren im Magen konnte meine Stimmung trügen. Mhhhm, was kochen? Was warmes für die Seele! Sonnenschein! Urlaub! Aloha!

Zuhause angekommen stellte ich fest, dass die Karotten weg müssen.
Und so setzte Uschi den Strohhut auf und kochte sich ein hawaiianisches Karottensüppchen!

Das Supperl geht ganz einfach und schnell. Lediglich sollte man ein wenig die Verfeinerungszustaten wie Ingwer und Kokosmilch kennen, um in etwa zu wissen, wo noch was fehlt und wo ein wenig zuviel benutzt wurde. Und doofe Frage! Es ist natürlich ein leichtes Süppchen, das gut für die Linie ist. Und das beste: Sie schmeckt und macht satt!

Hawaiianisches Karottensüppchen

Man nehme:
 1 TL Olivenöl
1 kg Karotten
1 große Zwiebel
2 daumengroße Stücke frischen Ingwer
1/4 - 1/2 Dose Kokosmilch
1 Liter Gemüsebrühe
1 TL Honig
Salz, Pfeffer, Limettensaft

Man schäle die Karotten und zerkleinere sie. Es ist kein Gesetz, Scheibchen oder Würfel zu schneiden. Einfach irgendwie klein machen. Für die ganz faulen Hausweiber unter uns: der Mixer oder das Hackwerk tuten es auch.


Anschließend schneide ich das Zwieberl klein. Hier ist die Form auch egal. Es wird später sowieso püriert. Und nein!!!!!!!! Es würde, mir im Traum nicht einfallen, dieses Messer zu kaufen, weil es zufälligerweise lila ist!

Nun erhitze ich einen klitzekleinen Teelöffel feinstes Olivenöl bevorzugt in einem gelben Topf! Gelb macht bekanntlich gute Laune und eignet sich besonders für eine Aloha-Suppe.
In diesem heißen Öl bringe ich die Zwiebeln zum schwitzen.







Sobald sie eine leichte Farbe bekommen, werfe ich dazu den gewürfelten Ingwer. Hier gehe ich erstmal ein wenig sparsam vor. Ingwer ist sehr tükisch und manchmal sehr scharf. Nachwürzen kann ich immer noch mit Ingwer in Pulverform.

Anschließend werfe ich die Karotten rein und lass das Ganze ein wenig köcheln. In der Zwischenzeit bereite ich aus Instantpulver die Brühe vor und lösche damit die Karotterle ab, denen mittlerweile auch mächtig heiß geworden ist.






Ich lass es wieder ein bisserl köcheln, mache die Bissprobe, bis die Karotten gar sind. Wenn ja, dann mixe ich mit dem Pürierstab alles klein. Hier kommt dann noch die Kokosmilch und der Honig hinzu. Kokosmilch je nach Geschmack. Anschließend würze ich noch mit Fleur de Sel von der Französischen Atlantikküste (jaha, da schaut ihr), Pfeffer, Ingwerpulver und Limettensaft.
Und fürs Pürieren einen kleinen Tipp: den Pürierstab ganz nach unten an den Boden des Topfes. Während des Püriervorganges auf keinen Fall nach oben herausziehen, und auf gar keinen Fall einen cremefarbenen Strick-Cardigan dabei tragen... Dreimal dürft ihr raten, was ich heute anhatte....








Und fertig ist das feine exotische Supperl. Dazu reiche ich ganz traditionell ein bayerisches Brezenstangerl!

Und nun wünsche ich euch einen guten Appetit!

Eure
Uschi

Kommentare:

  1. Toller Post :) musste schmunzeln :) kenne solche Situationen auch von der Uni.
    LG Katja

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  2. Liebe Katja, jeden Tag aufs neue die spannende tägliche "welcome to the freakshow" Daily-Soap...aber schön, dass es nicht nur mir so geht! Ich zweifle schon an meinem verstand!;-)

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