altes - beauty - studium/leben - fashion

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Ein kleines Sammelsurium aus altem Plunder, ein wenig Beauty und SchiSchi, dem dämlichsten Studium der Welt, einem Leben im Schweinsgalopp, garniert mit etwas Kitsch und Schnickschnack!

Freitag, 9. März 2012

Barfuss

Guten Morgen meine Lieben,

das Wochenende steht in den Startlöchern, noch einmal Vollgas bis zum Feierabend.
Ich befinde mich ja noch im glückseligen Zustand der Semesterferien, die jedoch bereits am Donnerstag wieder vom Schlag der Realität, der Wirklichkeit getroffen werden. Und das auch noch mit den beschissesten Vorlesungszeiten seit Christi Geburt.
Was sollte ich sonst Freitag Abend machen? Als in der Maschinenhalle zu stehen und Versuche an dämlichen Motoren, über die ich Meterstumpen nicht mal drüberschauen kann, zu absolvieren?
Ich glaube mein Post hier mit dem  pinken Glitter-Pailettenkleid mit Tütü wird Realität, denn um 20:00 Uhr schaff ich es nicht mehr nach Hause, mich abzuspritzen und aufzuspachteln und den Zug um 22:22 Uhr in die Stadt zu erwischen. Also muss ich wohl bereits gestylt für den Weibchenabend zu diesem Praktikum erscheinen. Peep Toes statt Sicherheitsschuhe.

Aber drauf geschissen. Die Sonne scheint heute ganz zauberhaft. Ich lass mir doch von diesen Affen nicht meine wunderbare Laune verderben.

Und nun der eigentliche Grund meines Posts. Barfuss. Barfüssigkeit. Endlich raus aus den Stiefeln und den dicken Wollsocken. Weg mit Overknees. Weg mit Stulpen.
Pediküre. Nägel feilen. Zehennägel färben. Mit den Farben des Frühlings. Pink, Rosa, Rot, Rosarot, Flieder, Jadegrün, Korall. Mit Nackten Füßen in den Sand. Spuren hinterlassen. Spuren in den Herzen hinterlassen. Spuren in den Seelen hinterlassen.

Ohje.... Sentimentalitätsuschi....
Jawohlja, es ist wieder Zeit, eine Runde zu senieren. Über das Leben, über Freunde. Über Personen, die wirklich zählen.

Anlass des Ganzen war ein Cafebesuch auf der wunderschönen Insel Koh Samui. Ich verließ also mein Tierchen am Strand und holte für Muttl einen Kaffee und fürn Vatl einen eisigen Kaffee.
Das Cafe renoviert und nun flott "La Crossanterie" genannt. 50er Jahre Stil. Jawohl.
Ich bestellte meine Käffchen also bei einer hochschwangeren netten Dame und ich hatte das Bedürfnis ihr über den Wanzt zu streicheln. Schon erwähnt, dass ich alte kinderhassende Tante mich langsam damit anfreunden kann,meinen Tierchen einen kleinen Stammhalter zu schenken? Ich betone: langsam anfreunden. Die Betonung liegt hier auf langsam.

Mein Käffchen dauerte etwas, sodass ich mich auf einem der Throne niederließ. Ich beobachtete eine deutsches Rentner-Ehepaar, dass sich auf doch auf eine irgendwie recht niedliche Art stritt.

Ich grinste also vor mich hin, und sah genau dort das Tierchen und mich sitzen. Nur hätte ich sicherlich pinke Zehennägel und das Tierchen einen Hut auf.
Und so freute ich mich meines Lebens und dachte nach... Über meine berufliche Zukunft, über meine Beziehung zum Tier, über meine familäre Zukunft und über meine Weibchen.
Und siehe da: ein Herzchen an einem Bändchen erregte durch einen zarten Windstoß meine Aufmerksamkeit. Ich wuchtete also meinen Traumbody aus dem Sitz, da hingen sie: drei wunderschöne Herzen aus Holz: Love, Familiy, Friends.

Und auf dem Herzen der Freundschaft standen folgen Zeilen:

Some people come into our lives and quickly go. Some stay for a while, leave footprints on our hearts, and we are never, ever the same. 

Und es passt. Ja, es passt wie Arsch auf Eimer.
Es ist die Wahrheit. Wir nehmen Sitten und Marotten, aber auch Liebenswürdigkeiten voneinander an. Und wenn es auf den ersten Blick nur Oberflächlichkeiten sind, wie dass wir alle beispielsweise plötzlich den gleichen korallfarbigen Nagellack tragen. Dass wir alle die gleiche Teesorte trinken. Dass wir den gleichen Ring tragen. Dass ein Weibchen fröhlich triumphierend das letzte, reduzierte ergatterte Handtascherl schwingt, die Andere schmolt, 2 Wochen später jedoch die gleiche mühevoll ergaunere Handtasche das andere Weibchen schmückt. Dass wir ein Zeichen setzen. Dass wir zusammengehören.
Dass wir gegenseitig Spuren hinterlassen. Spuren von Fußabdrücken. Spuren von Fußbababdrücken mit pinken Zehennägeln.
3 Sternchen für 3 zauberhafte Weibchen
Eure 
Uschi

P.S. Die schwangere Damen traf ich abends wieder. Sie watschelte wie ein Pinguin und hatte Knöchel wie ein Elefant. Ich betone nochmals: Langsam.

Kommentare:

  1. Kerstin3/09/2012

    Wie süß ist das denn?

    Ich finde deine Art zu Schreiben Wahnsinn. So locker, flockig und leicht. Und das auch bei ernsten Themen. Das nimmt dem Ganzen die Schwere. Toll! Weiter so!

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  2. ach die uschi ist endlich wieder da :) ich hab dir schon irgendwie vermisst bei blogger :) hoffe du hast dich gut erholt

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