altes - beauty - studium/leben - fashion

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Ein kleines Sammelsurium aus altem Plunder, ein wenig Beauty und SchiSchi, dem dämlichsten Studium der Welt, einem Leben im Schweinsgalopp, garniert mit etwas Kitsch und Schnickschnack!

Sonntag, 1. April 2012

Wecker mit Katzenmotiv zu verschenken und die Geschichte von den Anstreichludern

Guten Morgen meine Lieben,

zur Abwechslung began mein Tag heute nicht um 07:33 Uhr wie gestern, sondern erst sehr gemütlich um 07:38 Uhr. Ja, die Turnerin Jappy hat sich Zeit gelassen und erst mit 5 Minuten Verspätung angefangen auf der Kopfstütze des Bettes Balett zu tanzen. Spitzentanz am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

Somit war auch die Abend-Essengestaltung beschlossen: zarter Braten vom jungen Kätzchen an feinen Möhrchen auf fruchtigen Preiselbeerspiegel.

Nun muss sie mit mir im Büro sitzen, damit der Vatl, der die ganze Woche schwer im Steinbruch malocht hat seine wohlverdiente Ruhe bekommt. Und Madame ist nicht zufrieden. Sie blöckt wie eine Goas. Sie will mit Muttl durch die Bude sausen. Sie liebt es gejagd zu werden. Mutti liebt es die Katze zu jagen. Minzi macht das Schwänzchen dick, stellt sich mit leichten Katzenbuckel schief und springt schräg wie ne Goas entgegen und greift an. Wer schreit wie ne Goas, der springt auch wie ne Goas.

Stichwort: Goas. Für die nichtbayerischen unter uns. Goasbock. Ein Geißbock. Goas. Eine Ziege.
Ziege. Das Zwieberl.

Ja, die Goas, das kleine dreckige Luder hat eine Dachterasse, das euch Hören und Sehen vergeht. Perfekt, um dort beispielsweise den Wiener Opernball neu zu zelebrieren. Im italienischen Ambiente auf Steinfliesen unter freiem Himmel incl. Sternenzelt. Das Häuschen benennen wir dann in "Die Orangerie" um. Mediteranes Flair mit Blick auf Muttis Steingarten. Den Ortsteil, wo die Goas wohnt heißt "Hennaberg". Nein, nicht nur umgangssprachlich, ganz hoch offiziell. So wohnt also eine Goas am Hennaberg, am Hühnchenberg.

Meine Veranstaltung werde ich dann selbstverständlich nicht Wiener Opernball nennen, das wäre dem Ganzen nicht würdig.
Es wird der "Mediterane Frühlingstanz der Gefühle im Nobelviertel Hühnchenberg". Codewort am Eingang: Anstreichluder GmbH.

Richtig. Anstreichluder GmbH. Den die Goas wohnt ja nicht irgendwo, sondern in der Wohnung von Omi. Und Omis Wohung muss natürlich erstmal kräftig renoviert werden. Omi überblickt die Aufgaben von himmlichen Spähren aus und hinterlässt schon einmal das ein oder andere Zeichen.
Es taucht auf einer Rechnung die alte Telefonnummer von Omi auf. Wir haben eine Übereinstimmung. Omi wollte es wohl so. Beim Zerstrümmern eines alten Schrankes kracht jedoch dem Zwieberl etwas auf den Kopf. Nein, nicht irgendetwas, sondern der alte Haglstecker (Krückstock) von Omi. Oh nein.... Ein schlechtes Zeichen. Das wollte die Omi wohl nicht. Wie kann man ihr Andenken so mit Füßen treten?

Ein paar Tage später tat es ihr dann aber schon wieder leid und Omi sendete dem gesamten Team der Anstreichluder GmbH ein Packerl feinsten Dr. Oetker Schokoladenpuddings von 1867 zu. Wobei wir undankbaren, ungehobelten Britschna (Mistgören) anschließend das gesamte Weltbild der armen Frau wieder zunichte machen mussten, indem 4 Weibchen ständig nicht sehr damenhaft ihre Bauarbeiter-Dekoltée blitzen liesen.

Ja, ihr wisst es ja selber.... Zum Streichen werden natürlich alte Klamotten angezogen. Was können nun wir dafür, dass vor einigen Jahren Hüftjeans, die nebenbei bemerkt eigentlich gesetzlich verboten worden hätten müssen, trendy waren und wir damals noch nicht mal wussten, wie man Hüftspeck überhaupt buchstabiert...

Wobei wir beim Outfit sind. Verboten! Die Stylingpolizei wenn mich beim Fußmarsch zu Zwieberl erwischt hätte.... Der Katz hätte ich gehört. Das Urteil ganz klar: Lebenslänglich.
An der Jeans hatte unten wohl schon einmal eine kleine Ratte geknappert und vor lauter Heißhunger einen Fetzen rausgebissen. Der Pullover heiß geliebt 2008 in New York gekauft. Heilige Scheiße...  2008 fand ich ihn noch toll, jetzt wäre er sogar zu grausam, um daraus Putzfetzen daraus zu machen.
Aber hey: er passt noch. Also alles halb so wild.
Dazu alte Adidas-Sneaker. Uschi und Sneaker... Nein, meine Damen und Herren. Es hat seinen Grund, dass Pumps und Ballerinas erfunden worden sind.
Und ich bin ganz klar dafür, dass auch Sneakers gesetzlich verboten werden müssen. Lediglich Chucks finde ich noch ganz cool, aber dann ist auch schon Feierabend.

Dazu trug ich meinen lovely Trenchcoat in klassischen Beige. Aber nein, auch der hat das Ganze nicht rausgerissen. Er hat es eher noch verschlimmert. Oben hui, unten pfui.
Und wies der Teufel so will, hat mich natürlich wieder jemand Bekanntes bei meinem Marsch gesehen. Großartig... Die Upperclass im Gammlerdress. Herrlich.

So, die Weibchen schritten zur Tat. Der Al-Qaida-Wüstenfuchs mit Taliban-Turban, die mit passender RayBan-Nerdbrille leicht als durchgeknallte Künstlerin durchgehen könnte, das Zwieberl im RockabillyeStyle mit Herzchenhaarband und einem glitzerfunkel Dolce und Gabbana Gürtel für Arme und die GammlerUschi. Lady Gargi musste kurzfristig absagen. Sie hatte graue Haare endeckt und das hatte natürlich Prio 1 und das Übel musste sofort an der Wurzel gepackt werden und mit sofortiger Wirkung eleminiert werden.

Die Anstreichluder begannen also das Schlafzimmer zu streichen und als sie den letzten Pinselstrich setzen, klopfte es am Fenster. Aha, Schwester Gargi, pünktlich zum Feierabend ist sie auch schon da.
Ziemlich geschafft vom weiten Fußmarsch, bergab, 15 Minuten, musste sie sich erstmal etwas auf die Staffelei sitzen und sich bei einem Cola wieder langsam erholen und stabilisieren.

Schon zischte ein schwarzer Blitz vorbei. Aha, der Hase ist da. Auch Sexgott, Bodenlegergott genannt. Und er schämt sich auch nicht ein Hase zu sein. Ja, das ist richtig männlich. Sich nicht für einen Kosenamen seiner Liebsten zu schämen. Liebevoll. Zärtlich. Der Hase, das übrigends bayrisch traditionell mit "der Hos" ausgesprochen wird.

Und ich bin mir sicher, dass der Hos niemals, aber auch niemals, von dem Gegagere und blödem Dahergerede der Anstreichluder genervt ist oder jemals sein wird. Der Hos liebt die Weibchen. Ich bin vom Innersten meines reinen Herzens davon überzeugt. Ja, der Hos liebt die Weibchen.
Und weil er sich liebt, könnte er doch als Zeichen seiner Liebe jedem Weibchen einen kleinen Brilli überreichen. Nur nen ganz kleinen.....

Während der Hos also dann den Boden, übrigends einen sehr schönen Boden, in der Küche verlegte, entschlossen sich die Weibchen dann voller Eifer und Tatendrang, auch gleich noch den Gang zu weiseln. Al-Qaida-Wüstenfuchs übernahm die Decke, die kleine Uschi mit dem großen Teleskopstab und einem Flascherl Augustiner Helles aus der Pulle die großen Flächen, Zwieberl mit der kleinen Rolle die Zwischenräume und Lady Gargi die Verantwortung.

Nach 4 Stunden Arbeit war Lady Gargi und Zwieberl, die Frau fürs Kleine, dann so kaputt, dass sie nun den Feierabend einläuteten, der stilgerecht mit Rotkäppchen-Prosecco auf dem giftgrünen Teppichkleberesten stattfand. Wüstenfuchs, die durchgeknallte Künstlerin mit dem Gläschen Prossecco in der Hand auf einem Stühlchen, das Beinchen ladylike übergeschlagen wachte über ihre Handlanger, die im kessen Schneidersitz auf dem Boden trohnten. Ja, Schneidersitz. Guten Tag Handwerker-Dekoltée. Guten Tag ihr kleinen feinen, käseweißen Arschritzen.






Jawohl, das war ein Anblick für Götter und für Göttinen. Die Weibchen bekamen Hunger. Das Tierchen holte Schwester Gargi und mich ab. Ab in den Dönerladen. Der Leckerchen vom Dönermann fragte mich gleich ob das Schminke wäre oder ob ich ausgemahlt habe.
Nein, Schminke. Das ist der neueste Schrei aus Hollywood, du Affe.

Her mit dem Döner. Heim mit dem Döner, rein in die Badewanne. Jawohl, das ist die Upperclass. Leicht betüddelt mit dem Döner in der Badewann.

Große Töne wurden gespuckt von der großen AftershowParty, dem großen Umtrunk, der Feier auf die Anstreichluder. Das Ende vom Lied war eine seelisch schlummernde Uschi um 19:30 Uhr.

Und euch, meine liebe Leserschar, wünsche ich einen erholsamen, sonnigen Sonntag. Haltet die Ohren steif!

Eure 
Uschi

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