altes - beauty - studium/leben - fashion

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Ein kleines Sammelsurium aus altem Plunder, ein wenig Beauty und SchiSchi, dem dämlichsten Studium der Welt, einem Leben im Schweinsgalopp, garniert mit etwas Kitsch und Schnickschnack!

Samstag, 23. Juni 2012

Wer oder was ist bitte diese Glossybox? Ich kenne nur die Gargibox!

Guten Morgen meine Lieben,

der frühe Vogel war da und rieß mich aus dem Schlaf.
Es ist viel zu tun, also greif mas an. Auf gehts. Geh ma. Pack mas.

Viele werden noch vor sich hin schnorcheln, ihre Feierlaune und die damit verbundene Mietze noch etwas auskurieren. Nicht Uschi. Ich pfeiff auf den Fußball-Zirkus. Ich pfeiff auf diesen Trubel.

Worauf ich nicht pfeife, dass sind die feinen Dinge des Lebens. Feine Dinge des Lebens waren unter anderem vor einigen Monaten noch eine kleine rose-farbene Box, die pünktlich zum Monatsanfang in mein Häuschen eintrudelte. Was habe ich geschwärmt, was war ich begeistert....
Wenn ich alleine nur an den Herrn Dr. Eckstein und sein wirklich farbelhaftes Peeling denke. Ich habe bereits hier etwas, ein klein bisschen, geschwärmt. Nach Dr. Eckstein ging es dann aber rapide und konsequent stetig bergab.

Schönheitsdrinks, Heilerdemasken, Gesundheitsseife, abgeranzte Produkte, crazy Lippentattoos und unschlagbar verrückter, schwarzer Lipgloss folgten meinen Herrn Dr. Eckstein.
Nein, die verdammt prüde Hausfrauenschaft Deutschlands ist ziemlich verbohrt und spreizt und wehrt sich mit Hand und Füßen gegen Neues. Dass man heutzutage Rharbarber ins altbekannte Erdbeermamalad´ und Chili in den guten alten Vollmilchschoklad´ tut, sorgte bereits landesweit für blankes Entsetzen und empförte Aufschreie.

Aber sie arrangierten sich, probierten zögernd Neues aus und warfen alte Sitten ab. Sie waren offen für neues, lernten die Welt kennen, die neue Welt zog ein in die deutschen Haushalte. Die Hausfrauenschaft war ganz vorne mit dabei. Ingwer, Curry und Zitronengras zogen in die deutschen Küchen ein und sorgten für aufregendes Flair.
Sie durften die Kette, mit der sie zur Sicherheit an den Herd gebunden worden waren, stundenweise sogar ganz abnehmen. Sie waren mutig, trugen Minirock und manche sogar heimlich einen Strapsgurt.

Sie lernten Make up kennen und lieben. Von Neon in den 90er über Nudelook gings 2012 auf in eine neue aufregenende knallige Saison. Pinker und roter Lipstick wurden salonfähig und durften sogar beim morgendlichen Brötchenholen getragen werden. Bunte Fingernägel wurden geduldet, verrückte Farben wie Jadegrün und koralliges Peach mit glossy-sheeren Finish zogen ein in die deutschen Hausfrauenhaushalte.

Weg mit dem konservativen alten Schmä. Nur mit Eins konnten sie sich nicht anfreunden: Schwarzer Lipgloss und Lippentattoos mit pinken Leopardenprint. Wenn auch der Metzger, bei dem ich morgens den Leonerring fürn Wurschtsalat einkaufe, pinken Lipstick runzelnd toleriert, ist seine Geduld bei schwarzen Anstrich zu Ende und mir wird nur langsam von hinten eine tote Ratte auf die Schulter geschoben.

Und das Ende vom Lied war, dass die Hausfrauenschaft Abstand nahm von der lieben Glossybox. Um den schwindenden Kundenstrom entgegenzuwirken, überlegte sich das allseits und stets gutgelaunte Glossybox-Team so einiges. Sie schlugen sich zahlreiche Nächte um die Ohren und hatten schließlich auch einen verblüffend gut ausgeklügelten Plan aus dem Boden, aus dem Nichts, gestampft. Mit einer Preissteigerung von 150% und konsequenten Ignorierens der lästigen Kundschaft sollte man das Problem doch aus der Welt schaffen können.
Und wenn das noch nicht klappt, dann schlägt man doch einfach die Verwirrungstaktik an. Falsche Informationen bis hin zum kompletten hysterischen Ausfall der Systeme. Schaukelt sich der Hexenkessel der rasenden Gemüter so weit nach oben, dass das System auser Kontrolle zu geraten scheint, dann werfe man 100 abgeranzte Blechringerl unter das Volk. Und hier ist er: allseits beliebt und amüsant. DingDingDingDing. Runde 3. Hahnenkampf.

Und da die Gesellschaft der Upperclass das nicht nötig hat, hat sie einfach ein eigenes Projekt ins Leben gerufen: die legendäre Weibchenbox.

5 ausgewählte Produkte. 5 Kleinigkeiten. 5 Nettigkeiten.
Dieses Monat wurden wir beschenkt von Frau Gargi. Die Box kommt hauptsächlich in zarten Pudertönen daher. Öffnet man sie, erscheint ein wundertolles Patchwork-Design mit Schleiferl und Sicherheitssigel.
 
Ein Kärtchen lässt schon mal ein wenig die Fantasie anregen, was sich dem unterm dem neckischen Engerl-Papier verbergen könnte.

Öffnet man es, erscheint ein weiches Bettchen, auf dem die Produkte sicher und bedacht schlummern.

Los gehts mit einem Upperglass-Duschbad. Ui, schon wieder was total Neues. Ich kenne nur die Upperclass. Und ich kenne nur ein Weißweinglass. Die Mischung "Upperglass" ist wohl ein Weißweinglas der Weibchenschaft. Auch nicht schlecht. Sollten wir demnächst unbedingt ausprobieren.

Als zweites Produkt haben wir ein güldenes Löffelchen mit sehr schöner Botschaft.

Anschließend haben wir eine "Neverending-Story". Ein Lippenplege von Balea Young im zarten, wie soll es anders sein: Rosé. Neverending Story: für immer schön mit fantastisch zarten Lippen. Die besondere Formel mit Vitamin E und Drachenfrucht-Extrakt pflegt deine Lippen intensiv, der milde Duft erfrischt. Sei happy ohne Ende.
Rosenlicht für Amore. Hätte mein Tierchen nicht im Zuge des Erwachsenwerdens unterwegs seine Romantik verloren, würde ich es wohl mit ihm entfachen. Ach halt, ich vergaß: heute Nacht gabs Romantik. Körperkontakt. Ich drehte ihn ruckartig und leidenschaftlich um. Zwar nicht um ihn an den Speck zu gehen, sondern um den schnorchelnden alkoholisierten Fußball-Erfolgsfan zur Ruhe zu bringen.
Naja, werde ich wohl das Herzerl alleine in der Badewanne entfachen.
Und dazu kommen die Bademomente Seelenzart, die die Huat verwöhnen und die Sinne mit Wildrose und Iris inspirieren. Ja, bitte, inspirieren. Meine Mathematik-Gehirnzellen inspirieren, endlich ihren verdammten Dienst zu tun. Oder inspirieren, um einfach eine Zeitmaschine zu erfinden, die ich geplegt um einen Monat vordrehe.

Und als Zuckerl gibts Folgendes:


Fazit: Liebes Glossybox-Team: so gehts!!!

Eure 
Uschi

Freitag, 22. Juni 2012

Neue Liebe - Christian, heirate mich! 660-Grenat

Guten Morgen meine Lieben,

der Blog und die Uschi sind wohl doch noch nicht abgenippelt....
Entschuldigt meine Abwesenheit. Ich muss nun wohl sagen, dass Familie, Freunde und auch ich selbst wichtiger sind als ein Leben in einer rosa Zuckerwolkenlandschaft mit niemals enddenden Schleckstenglvorräten. Aber nein, so ist es nicht. Ich hab soviel zu berichten, zu zeigen, zu philosophieren. Aber das kann ich ja nicht so durchziehen. Das wäre unhöflich. Das macht eine Dame von Welt nicht.

Ich hoffe ihr versteht es. Die Weibchenschaft auf jeden Fall schon mal nicht. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass ein Mitglied, wenn er noch einmal den Titel des letzten Beitrages auf dem Bildschirm aufflackern sieht, sich kurzerhand entschließt Amok zu laufen und den gesamten Kindergarten, in dem sie arbeitet kurzerhand in Stücke schlägt, nachdem sie wie Hulk grün angelaufen ist und sich das Tshirt mit bloßen Händen vom Leibe reißt.

Mhhhm, nicht mal so schlecht, die Vorstellung. Ich führe Regie im Chefsessel. Wer macht das Nummerngild und wer betätigt das "Klappe, die soundsovielte"-Klappe? Wer übernimmt die Phyro-Effekte? Wer übernimmt die Deko und sitzt da und sieht einfach nur verdammt gut aus?

Verdammt gut aussehen? Ohje.... Das ist ein leidiges Thema. Ich bin daran zu arbeiten. Aber meine Damen und Herren, egal wie ich blushe, lipsticke und in den Tricks herumwühle, bleibe ich doch die Uschi vom Lande.
Die Uschi vom Lande, die sich neu verliebt hat. In Christian. Christian Ronaldo? Nein, wobei..... Ein leckres Sahneschnittchen ist es ja schon. Ich würde mich zumindest mal gerne recht herzlich von ihm drücken lassen und mir ganz fest merken, wie er duftet. Ach ja, davor bitte Trikottausch! Mhhhhmmm.... Kakao.....

Aber welcher Christian dann nur? Ein wenig Luxus für die Dame, der der Misthaufen schon zu den Augendeckeln rausquillt. Also Luxus für Uschi. Luxus selbstverständlich im SALE.

Man gehe in den Douglas, um den Gutschein für irgendeine High-End-Augenpflege einzulösen,auf die ich sowieso schon länger scharf war. Damit das nicht zu ausgeschämt wirkt, kauft man als Anstand ne Kleinigkeit. Wobei Kleinigkeit natürlich sehr weitläufig definiert ist. Für einen Milliadär ist ein Porsche ein Zuckerl, eine Kleinigkeite, wie für andere Leute ein Stück Erdbeersahneschnitte und für abgeranzte Studentenbräute wie mich eine Schüssel voll Dosenpfirsiche.

Zurück von der Metapher ins Paradies, in den Beautyhimmel. Ich betrete den Laden, laufen lustlos umher, vertrödle nur überflüssige Zeit, bis die Vorlesung beginnt. Ich zucke zusammen, spitze die Ohren....
Wenn ihr bereits Mütter seid, kennt ihr es: das Gen, einem hilflosen Wesen zu helfen und Beistand zu leisten. Ich als Katzenmutter, bin da natürlich ganz vorne mit dabei. Und da höre ich ein leises Wimmern, leise Hilferufe. Und mich soll augenblicklich der gelbe Blitz beim Dingens erschlagen, wenn ich mich geirrt habe, und die weinerliche Stimme nicht tatsächlich "Mama" gerufen hat.

Ich wäre wohl ein Unmensch, wenn ich nun den Laden verlassen hätte. Ihr wisst schon: unterlassene Hilfe und so weiter. Also Ursachenforschung. Und ja, auch so ein Bundesverdienstkreuz für irgendwelche sozialen Angelegenheiten macht sich im Lebenslauf einer kaltherzigen Ingenieurin ganz gut.

Ich gehe schleunigst und schnurstacks in Richtung des Wimmerns. Halt, Moment, die allseits wachsame Uschi erblickt in den Augenwinkeln eine ihr bis dato völlig unbekannte Aufbaute. Und ich kenne meinen Douglas. Hier stimmt was nicht. Das war gestern definitv nicht so. Was erblicken meinen Augen, bei denen man aufgrund des scharfen Seitenblicks nur noch das Weiße erkennen kann? Grellrote SALE-Schilder. Ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, waren da noch RundumLeuchten und blinkende Neon-Pfeile.

Jetzt haben wir den Salat. Zwickmühle. Predulie. Nun heißt es entscheiden. Beute schlagen oder das Helfersyndrom? Ein letzter Blick nach vorne. Eine Mutter schießt um die Ecke, um einen pinken glitzernden Klops vom Boden aufzusammeln. Aber der kleine Klops verdient meine allerhöchste Hochachtung. Es kann jedem mal passieren, wenn man beim Lippenstift-Austesten mit 3 Jahren, mit den Hello-Kitty-Turnschuhe mit eingebauten Rollen über diese neuen, in der Tat sehr unpraktischen pinken Flokatis stürzt, nur weil man den neuaufgebauten SALE-Stand sieht. Aber meinen Respekt. Im Douglas zu stürzen, ohne sich danach mit hochrotem, beschämten Blick leise von Danen zu schleichen, ohne sich schleunigst und unauffällig vom Acker zu machen (um dann in der öffentlichen Toilette die blutende Kniescheibe zu versorgen) verdient wirklich fast einen ohrenbetäubenden Applaus.

Dieses Problem war also erledigt. Das kleine niedliche Mädchen war aus dem Rennen. Mit einem aufgeschlagenen Knie sollte man nicht die Kostbarkeiten des Sale-Standes besudeln. Ich hatte ihn für mich alleine. Und das lag es. Auf weißen Federn gebettet:
 
Das Luxusprodukt vom Christian. Christian Dior. Serum de Rouge. Wie ihr wisst: Lipstick und Blush. Das ist die Uschi. Wenn nun ein Lipstick wie ein Blush, also wie ein Rouge heißt, ist das dann nicht wahrlich zauberhaft? Zugegebenermaßen hatte ich auch mit mageren Fremdsprachenkenntnisse Probleme herauszufinden, ob es sich nun um einen gewöhnlichen Lipstick, oder eine Art Rouge-Stift handelt.

Aber es ist tatsächlich ein Lipstick. Kein komplett deckender Kamerad, einer aus der neuen, fürchterlich angesagten sog. Sheer-Sparte. Man könnte ja fast von einem glossy-sheerigen Finish sprechen.

Aber erstmal zur Verpackung. Dezent, aber doch sehr schön. Der Lipstick selbst: sehr hochwertige, schwere Hülse. Der Lipstick lässt sich über Klick-Mechanimus heraus-und auch wieder hineindrehen. Toll also zum genauen dosieren der Lippenfarbe. Ebenso positiv ist das Hygienesiegel, bei dem es ausgeschlossen ist, dass neugierige Frauen die Konistenz durch Betatschen des Produkts bereits ausgiebig getestet haben.
Die Farbe 660, auch "Grenat" genannt ist ein dunkler, beeriger Rotton, der wie oben schon erwähnt sheer ist.
Einmal aufgetragen wirkt er wie ein farbiger Gloss. Hier muss man jedoch darauf achten, dass er nicht fleckig wirkt. Mehrfach aufgetragen knallt das Schätzchen wirklich. Und das wollen wir ja diese Saison. Auffallen um jeden Preis. Man muss nur etwas vorsichtig und bedacht mit dem Produktchen umgehen. Beim Layern kann es leicht passieren, dass einem die Lippenfarbe über die Lippenkonturen hinaus abhaut. Hier empfehle ich also doch einen passenden Lipliner zu verwenden. Laut dem Christian soll der Lipstick glänzend, feuchtigkeitsspendend, glättend sein. Ich kann dies nur unsofern unterstützen, dass die Lippen prall und sehr geplegt und keinesfall austrocknend wirken.
Auch der Duft. Schwer zu beschreiben. Frisch, wie Beeren, aber nicht künstlich und nicht zu aufdringlich.


Und der Preis: gewöhnlich mit 33,95 € für 2g anzusetzen. Ganz schön happig, 2 g sind nicht die Welt und die Textur ist auch nicht sehr ergiebig.
Wie gut, dass ich nur 18,95 € bezahlt habe. Perfekt, um das Produkt zu testen, und perfekt dafür, um sich mit einer weiteren Marke zu infizieren...
Fazit: Empfehlenswert!

Und das Ende vom Lied war, dass es ja nun eh schon wurscht ist, und noch ein paar andere Raritäten in mein kleines Körbchen wanderten.
Die High-End-Augenpflege hat übrigends anschließend die liebe Douglette vergessen in mein Tüttchen zu packen.... Ich bin entsetzt und werde mit kleinen, faltigen Augen in die Geschichte eingehen.

 Eure 
Uschi

Mittwoch, 13. Juni 2012

Weibchengeburtstag

Guten Morgen meine Lieben,

und nun ist es Zeit, sich endlich den Weibchengeschenken zu widmen. Der Nebel sitzt dick und fett vor meinem Fenster, der Grauen einer Vorlesung mittags schleicht sich an. Zeit für rosa Schischi.

Wie ihr wisst, feierte ich ja vorletzten Samstag mit 5 meiner Weibchen in meinen Geburtstag hinein. Und wenn nicht, dann lest gefälligst hier nach --> Weibchengeburtstag.
Um 12 Uhr an Mitternacht gabs also Bescherrung. Ich schnuppere und witterte bereits im ausgesperrten Schlafzimmer einen leicht rosa-peachstichiges Glow um die Ecke schwirren und staunte nicht schlecht, als ich und die Katze mit verbundenen Augen endlich eintretten durften. Ein toller Kuchen mit 19 brennenden Kerzen und viele viele Geschenke. Wie ihr seht domininieren dieses Jahr definitiv die angesagten Blau-Aquar-Marine-Töne, wie auch frisch fröhliche Frühlingsfarben wie Grün und Gelb...
Ach Quatsch... Wie sollte ein Uschi-Geburtstag sein? Rischtisch: Alles irgendwie leicht in rosa, pink und peach gehalten. Meine Lieben, habt kein falsches Bild von mir. Bei mir ist nicht alles in rosa Plüsch gehalten und über meinen Teekessel ist auch keine gestrichte Unterbux mit Glitterherzchen gespannt. Aber ja: ich besitze nun eine rosa Scheißpapier-Hülle im bekannten Ikea-Rosali-Muster mit rot-weiß gepunktenen Rand. Ja, es ist kitschig, und ja, ich gebe es zu, vielleicht ein klein wenig irr, aber doch auch irgendwie wunderbar toll und freaky.
Man könnte sagen, meine Wohnung beginnt langsam dazu, ein wenig in Schabby-Chic-Richtung zu tendieren bzw.das war das Motto davor. Ja, ich habe es mal kurz erwähnt, aber mit der Reaktion, dass die Weibchen mit nem Schiffscontainer rosa Zuckerwolkengeschenke anrücken, damit konnte doch wohl niemand rechnen. Und so brauchte ich eine geschlagene Woche, um alle Schätzchen ein  vernünftiges Plätzchen Zuhause zu suchen und akkurat ins Szene zu setzen. Davor ein kleiner Hauch schäbiger Chic, nun die Königin der Schäbgikeit.

Weil ihr braucht nicht glauben, dass nicht auf Muttl und Oma ins selbe Horn blasen. Schabby Chic angekarrt mit LKW´s. Dazu aber ein ander Mal. Nun sind erstmal die Weibchen dran. Die Weibchen des Herzens.

Beginnen wir mit dem Geschenk vom Wepserl. Es gab einen Stuhl. Keinen gewöhnlichen Stuhl, sondern einen alten, ranzigen Stuhl, denn sie von irgendeinen Flohmarkt hinter einem Haufen Müll und Plunder unter Einsatz ihres Lebens hervorgekramt hat und anschließend einmal quer durch halb Deutschland gekarrt hat.
Anschließend mit einem Bosch Excenter Schleifer bearbeitet und schön weiß lackiert, denn wir wollen ja bekanntlich Shabby Chic. Ein selbstgenähtes Kissen im Tante-Emma-Pilzchen-Look vollendet das feine Stück. Leider gehört er nun nicht mehr mir. Madame Minzi hat ihn sich unter den Nagel gerissen. Tja, so läufts.
Desweiteren gabs am Stühlchen noch allerlei Kleinigkeiten zu bewundern. Ein altes Geschirrset incl. Pflänzchen für meine Sammlung. Erdbeeroter Nagellack von Kiko. Meine Lieblings-Badebombe von Lush mit den eingebackenen Rosen, die ich mich erst ins Wasser werfen traue, wenn sie schon an der Grenze der Ranzigkeit ankommt. Selbstgemachte Glückwunschkarten. Gutschein für einen Tag im Grünen. Und direkt aus Paris, aus dieser Elysées-Dingens-straße ein Sephora Eyeshadow-Dingens in der Farbe Pink Night. Nun denn. Die Dame im Sephora hat das für strahlend blaue Augen empfohlen. Wir werden sehen. Ausprobiert hab ich noch nicht. Ich bin noch in der Stufe anschauen und seufzen. Geschenke, mit Liebe gestaltet, ausgesucht und viel zu viel Zeit für mich kleine Person in Anspruch genommen.

 
Und weiter gehts mit meinem Zwieberl. Ein schlicht daherkommendes braunes Schachterl mit wunderschünen fliederfarbenen Band. Dazu ein paar frische Blümchen aus Muttis Garten und fertig ist es. Ja, ich stehe auf schöne detailreiche Verpackungen. Wahrscheinlich weil es mit selber nie so recht gelingen will.
Zum Inhalt ist nicht viel zu sagen. Wunderschön. Klassisch. Hochwertig. Für eine besondere Gelegenheit vorsichtig ins Schachterl zurück und in die Schublade. 1x wöchentlich aufmachen, anschauen und seufzen.


Ab zum Lockenkopf. Wie schon hier beschrieben: Feuertaufe und Mutprobe der Weibchenschaft bestanden. Einmal nackt, johlend mit der weißen Ikea Scheißheislbirschtn, perfekt geblusht ums Lagerfeuer der Weibchenschaft im Galopp geprungen und schon die Ehrenurkunde auf die linke Arschbacke tattoowiert bekommen. Und auch hier besticht wohl doch ein klein wenig die Farbe Pink. Und ich finds irgendwie richtig kacke. Versteht ihr: die Mädls machen sich einen heiden Spaß daraus, mir lauter Dreck zu schenken, denn ich auch noch richtig gut finde, mich dann beim Nachkauf gegen weitere Farbnuancen leider nicht durchsetzten kann und ich somit am Ende des Monats fürchterlich leiden muss und sich die Damen darüber köstlich amüsieren können. Jawohl, das ist ein Spaß: Stürze die arme abgeranzte Studentenbraut in den finanziellen Ruin! Hurra! Und wenn sie am Boden liegt, streu Salz in die Wunde und tritt noch einmal kräftig nach und wedle mit einem Lipgloss, der die Farbe wechselt. Wowiiiiii!!!! Farbe wechseln. Wie cool! Ich bin noch keine 30! Ich darf mich daran noch erfreuen.
Über den Catrice Lipdingens werde ich noch ein ander Mal seperat berichten. Denn er ist es wert, darüber ausführlich zu diskutieren.

Von meiner lieben Freundin, die ich zwar nur 3 mal im Jahr sehe, dafür es aber  immer umso herzlicher ist gabs eine Flasche Josecco. Auf die Frage, was das denn sei, kam als Antwort nur: Was ganz was Feines!
Meine Damen und Herren, diese Aussage musste sofort auf Plausibilät überprüft werden und siehe da: Tatsache, es stimmte. Aber seid doch mal ehrlich. Da wo Pink draufsteht, muss auch Freude drin sein.
Dazu gabs einen zuckersüßen Pünktchen Schal in Korall aus Seide. Fühlt sich großartig an, und es ist ja jetzt nicht so, dass ich Pünktchen nicht mögen würde. Zu einem marineblauen Outfit. Ja, ich glaube, dass könnte fast fabelhaft aussehen.


Und zu guter Letzt schließen wir die gemütliche Runde mit Schwester Gargi ab.
Es gab 10 Geschenke, alle wunderbar verpackt, was ich natürlich vergessen habe zu knipsen. Vornweg gabs den abgeranzten Bronzer von Dr. Hauschka aus der Glossybox. Na bravo. Aber soviel dazu: mir ist die Gesichtshaut noch nicht abgestützt. Ich find das Ding nicht mal übel. 
 
Für den intellektuellen Part gab es Lesestoff.
 
Na super... Ein Engelbuch... Sehr einfallsreich. Halt.... Moment.... Der Engel heißt Tierchen. Die chronisch pleite Galeristin Uschi, ihre beste Freundin Gargi, der erfolgreiche Junganwalt Azreal. Auch Wesperl, Zwieberl, Vatl, Mutl und die Katze sind mit an Bord. Gargi ist Tierpflegerin im Zoo und hat gerade ein Chimpansenweibchen mit Nachwuchs. Soviel zur Handlung. Großartiges Ding. Herrlich zu lesen. Jedoch nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dazu muss man über den Schwachsinn viel zu viel lachen.

Und es gab noch soooo vieles: Viel Handarbeit, viel Arbeit, viel Liebe. Keine vielen Worte: Lassen wir die Bilderflut sprechen.



Schminktascherl und Schlüsselanhänger

Details Details


Scheißheisl-Zubehör und Schminkpinselrolle
Serviettenbox mit Vogerl-Servietten
Handtasche
Innentaschen mit verschiedenen Futter

Absolut toll genäht, gerade Nähte, schöne, detailreiche Verarbeitung. Aber nein, sie glaub ja nicht an sich selbst.
Eure 
Uschi
P.S. Hey Mädls: und ab jetzt steh ich auf Totenköpfe, Ratzen und Gothic-Schnallen.

Samstag, 9. Juni 2012

You're the one that I want

Es regnet... Zeit um sich das Tierchen zu schleppen, um mit ihm und den neuen superwunderschönen Shopper in die Stadt zu brausen, sich eine pinke Bluse, eine Federnkette und mintgrüne und korallfarbige Armbänder zu kaufen.

Zeit, um das nahe am Nervenzusammenbruch stehende Tierchen in den Douglas zu schleifen. Er hielt sich wacker, kämpfte kurzeitig an den Bobbie Brown-Counter gelehnt ums Überleben. Der heiligen Jungfrau der Schrift und seinem Herzschrittmacher (im Untergrund auch Smartphone genannt) schaffte er es in letzter Sekunde, sich aus dem dicken, zähflüssigen rosa Batz der Köstlichkeiten zu retten. Was wohl nicht zuletzt an drei Brezen lag, die er aus dem Plastik-Beutel von H&M stückchenweise rauszog und dabei wirkte wie eine Mischung aus einem äußerst unprofessionlen Kriminellen und einem erfolgslosen Pfandflaschensammler. Und so etwas dackelte hinter der Upperclass daher... Ich möchte mir gar nicht erst ausmalen, was die Stylingpolizei und der Herr Officer mit mir angestellt haben, wenn sie mich in diesem Aufzug und diesem Anhängsel erwischt hätten. Da hilft auch Red in the City von Catrice und ein schnickes Hüttchen nichts mehr.

Nunja... es ging gut. Und es war nun schleunigst an der Zeit, die neue Dita van Teese Kollektion von Artdeco zu begrapschen.

Ja, da wurde auch das Tierchen wieder etwas rossiger um das Näschen rum. Denn begrapschen würde auch das Tierchen wohl gerne diese Frau Dita. Ihm gefällt die Teese. Wobei er ihr Gesicht ja hässlich findet. Was gefällt ihm dann wohl? Ich tippe auf die baumelnden Pom-Poms, die so schön hüpfen, wenn sie von ihrem Cosmopolitan-Glas rauspurzelt und abstürzt.

Aber was würd ich ohne meinen dumm daherquatschenden Männlein machen, der heute befürchtet, dass Boateng nicht mit Ronaldo fertig wird, wenn er schon nicht einmal Gina Lisa decken kann, die hinten offen wie ein Scheuentor ist. Hahahahahaha.... Hört ihr es noch? Ich lache ja immer noch. Aus tiefsten Herzen... Ohne der geringsten Spur von Spott und Ironie. Hahahaha....

Und trotzdem: You're the one that I want, little Pavi!

 

Eure 
Uschi

Freitag, 8. Juni 2012

6 kleine Käferle

Guten Tag meine liebe Leserschar,

wie ein paar von euch wissen, stand das letzte Wochenende ja im Zeichen von Uschis Geburtstag und im Zeichen der gesamten, versammelten Weibchenschaft. Das Tierchen wurde ausquartiert und ein rauschender Mädlsabend began.

Ich habe die Bude gewienert, mir sehr viel Mühe mit den Vorbereitungen gegeben. Sogar die gute Tischedecke aufgelegt. Ein Erbstück. Beim letzen Haussitting als meine Eltern im Urlaub waren, habe ich das Automobil  mit laufenden Motor im Hof geparkt, bin die Treppen hochgesprintet, habe eigenhändig die Beute erlegt, geschnappt und wieder hinuntergefetzt und mit durchdrehenden, quietschenden Reifen und spritzenden Kies geflüchtet. Freiwillig hätte die Alte diese wundervolle Tischdecke voll niemals rausgerückt. Und das alles nur für die Weibchenschaft.
 
Aber wie sollte es auch anders sein, habe ich trotz der aufmerksamen Vorbereitungen die Vorspeiße schon mal mächtig vergeigt. Es sollte Cosa Nostre geben, eine italienische Vorspeiße. Fluffig weiche Hefekugerl, die außen aber wunderbar knackig sind. Serviert mit einer Prise Fleur de Sel und einem leckeren warmen Olivenöl-Knoblauch-Sößchen. Die Betonung liegt hierbei jedoch auf "sollte" Tatsächlich gab es kleingehacktes Erzgebirgsgestein mit einem Hauch bittren Knoblauchbatz. Mal ganz was andres.

Aber nun ja. Es ist wie es ist. Dafür gabs den feinen Schafskäse mit eigenem angesetzten griechischen Öl, Salamistangerl in vier verschiedenen Sorten, Ciabatta mit Pesto und Salat mit feinem Dressing vom Wesperl. Als Nachtisch standen Brownies und Tortillachips auf dem Speißeplan. Und weil 600 g Zunahme an einem Tag noch lange nicht genug sind, stopfen wir uns doch noch neben drei Liter alkoholischer Brause um Mitternacht noch ein leichtes Schokoladentörtchen hinter die Lenden. Schmale Frauen sind ja sowieso sowas von out diese Saison. Geht ja wohl mal gar nicht. Ein Schwimmreifen ist Mindestvorraussetzung!





Darauf ein Wirtschl!


Brownie mit rosa Zuckerherzerl



 
Weight-Watchers-Kuchen
Ein sehr lustiger Abend in bester Gesellschaft mit vielen rausgegruschten Geschichten, Erinnerungen und Fotos. Wunderbar akustisch unterlegt mit Gekichere und Gegackere.

Ach ja. Aperol Spritz war vorgestern, Hugo war gestern, Bionade Schwipps ist das neue Ingetränk der Upperclass. Fernprost vom Upperclass-Geburtstag an die Pflunder in der Badewanne. Ja, Frau Förster traut sich mal heraus aus ihrem Hinterwäldlerwald, zieht die Knickerbocker aus, macht sich auf ins ferne Berlin und bringt von dort die neuesten Trends direkt mit an die Heimatfront. Sehr vorzüglich. Die Erdbeersaison muss ausgenutzt werden. Entweder am Weibchen-Stammtisch oder in der Badewanne. Alles ist möglich, alles ist erlaubt.
Bevor ich euch morgen die Folgen der Bescherung zeige, vorab schon mal so viel: meine Weibchen sind größenwahnsinnig und müssen ihre Uschi wohl fürchterlich lieb haben. So viele kleine und große Geschenkerl. Bei jedem noch so kleinen Details kann ich sie mir so schrecklich gut vorstellen, wie sie mit einem liebevollen Lächeln noch in den Garten gegangen sind, um noch ein kleines Blümchen für die Uschi zu holen und es noch unter die rosa Schleife zu schieben. Wie sie in dem dm Drogeriemarkt gerauscht sind, um alle die gleichen Servietten und pinken Schleifchen und Bänder auszusuchen, um die Präsente liebevoll zu verschnüren. Wie sie sich Gedanken gemacht habe, und wie sie alle, jeder für sich, so excellent Uschis Geschmack getroffen hat.
Und vor allem, wie sie mit einem suffizientem Lächeln und dem Bosch-Exzenterschleifer im Badezimmer gestanden sind, um anschließend mit nichts als einem Handtuch bekleidet den Herrn Officer wegen nächtlicher Ruhestörung zu empfangen.

Ruhestörung? Ja, die gabs auch am nächsten Tag in Uschis Oberstübchen. 
Der Tag danach...

Und zu guter Letzt: eine alte Bauernweisheit:
Meine Oma nannte mich als Kind liebevoll Käferle, Tierchen nennt mich heute auch noch ab und zu Käferle. Käferle steht für Zuhause, Liebe und Geborgenheit. Und einer niemals versiegenden Quelle von Salamistangerl und Weißweinschorle.

Eure 

Uschi