altes - beauty - studium/leben - fashion

altes - beauty - studium/leben - fashion
Ein kleines Sammelsurium aus altem Plunder, ein wenig Beauty und SchiSchi, dem dämlichsten Studium der Welt, einem Leben im Schweinsgalopp, garniert mit etwas Kitsch und Schnickschnack!

Donnerstag, 23. August 2012

Zurück in die Realität

Guten Tag meine Damen und Herren,

da ist sie wieder. Braungebrannt und müde wie ein Siebenschläfer. Nach einem einwöchigen Trip und der Reise zurück in eine jugendliche Zeit des Schabernacks bin ich nun bereit für den Erholungsurlaub bei g´miatlichen 42 Grad in den heiligen Produktionsstätten meines Brötchengebers. Morgens um neun Uhr mitten in Bayern nach bereits ca. 3km Fußmarsch, 3 Besprechungen im türkischen Dampfbad klebt die Jeans an den rundlichen Hinterbacken und jegliche Blush-Bäckchen haben sich ins Nirvanna verabschiedet.

Und so hat er mich wieder: der Alltag. Hinterlistig überlistet hat er mich abermals in die Fänge gebracht. Wenn ich zurück denke, dass ich mich noch vor ein paar Tagen bei wirklich g´miatlichen 46 Grad am Strand gesuhlt habe und überlegt habe, ob ich mir nun Kuchen oder Schokopudding, Wein oder Cocktail einverleiben oder mich lieber der verblüffenden Feststellung widmen sollte, dass selbst aus den Fußrücken Schweißperlen herausgepresst werden können, werde ich sehr wehmütig.

Ja, wehmütig. An eine Reise zurück in die Jugend. Die Reise zurück in eine unbeschwerte Jugend. Tränen floßen, ja sogar Sturzbäche -  vor Lachen. Ohne Sorgen und Ängsten nach dem Sinn des Lebens. Ohne Ängste nach dem Grundprinzipien des Lebens, dem innerlichen Streben in den Urtrieben des menschlichen Individuums. Baue ein Nest, pflanze ein Bäumchen und gebähre ein Kind. Das Streben nach den fundamentalen Instinkten des Menschens, die beim Einen mehr, beim Anderen weniger tief in uns sitzen. Ach ja, und strebe nach Erfolg und Reichtum, nach griechischen Staatsanleihen und Aktienfonds von ostfriesischen Weideland. Fahre einen dicken Schlitten, schnalle dir die Rolex um, zwickt dir lässig die Loui unterm Arm und stöckle mit Stilletos und dem Concorde-Kinderwagen in das Leben einer erfolgreichen Ingenieurin.

Hmmmm… Das Alles, das Streben nach Größeren, Besseren und nach der Befriedigung des Lebenstriebes, verbunden mit Sorgen und Ängsten, wurde am Nürnberger Flughafen am Sicherheitscheck abgegeben. Ebenso wie meine Seifenblasenpistole. Und so ging es guter Dinge (möge man mal die abhanden gekommene Seifenblasenpistole, und den damit verbundenen Tobsuchtsanfall außer Acht lassen) auf in eine Woche voller Sommer, Sonne, Spaß und Schabernack.

Fazit: Wir gackerten den ganzen Tag, arbeiteten die Themengebiete der letzten Zeiten auf, bestaunten Sahneschnittchen und Leckerreihen. Wir stürzten uns in die Fluten, ließen die Sorgen des Altags von unseren Schultern und das Bikinihoserl vom Hintern spülen. Wir ließen uns mitreißen von der stürmischen See, ließen unsere Gedanken aufschaukeln von der Kraft des weiten Meeres. Wir kamen zur Ruhe, ließen uns auf dem Rücken treiben, schwelgten in Erinnerungen, hörten in uns hinein, setzen uns mit der inneren Stimme auseinander. Ist alles so richtig, wie es ist? Tue ich das Richtige? Werde ich allen gerecht? Bin ich gerecht? Zu mir selbst? Zu meinen Mitmenschen?

Und wir kommen zum Fazit, dass wir gut sind, wie wir sind. Wir sind stark. Wir haben Persönlichkeit. Wir wollen aus Fehlern lernen. Wir wollen lernen, dass wir nicht perfekt sind. Wir haben Ecken und Kanten. Ecken und Kanten, an dem uns aber unsere lieben Mitmenschen, unsere Herzen,  halten können, wenn wir an ihnen vorbeigleiten sollten. Wir sind keine glattgeschliffenen Kieselsteine. Wir sind nicht perfekt, ganz und gar nicht. Aber wir können gehalten werden. Von Menschen, die uns lieben. Von Menschen, die wir lieben.

Ich lasse die Kieselsteinchen am Strand durch meine Finger gleiten, betrachte sie. Sie sind sehr hübsche, genauer gesagt glattgeschliffene Steinchen. Alle? Nein, ein paar haben Ecken und Kanten. Und genau die paar kleinen Stücke im großen Steinhaufen ziehen meine Aufmerksamkeit auf sich. Sie fallen in den Blickfeld. Weil sie sind wie sie sind. Mit Ecken und Kanten. Bereit sich mit Anderen zu verhaken und als starkes Paar  zusammen weiter durchs Leben zu schreiten.

Eure Uschi


Sonntag, 12. August 2012

MakeUp oder Pornos?

Guten Morgen meine Lieben,

Sonntag morgen, 7 Uhr. In genau 24 Stunden klingelt mein Wecker. Ha! Meine Damen und Herren, nicht irgendein Wecker, sondern der legendare allseits beliebte "Hurei. Jippieehyo! Wir fahren in den Urlaub!"-Wecker.

Ja, ihr lest richtig. Morgen früh ist es soweit. Lediglich der Pelz eines Gorillamännchens trennt uns noch von einem grandiosen Ausflug: Drei Weibchen machen sich auf in einen spektakulären, exotischen Abenteuerurlaub, auch bekannt als All-Inclusive-Club-Urlaub in der Türkei. Das Hotel hatte einen Baldachin am Strand. Konnten wir hier leichtfertig ablehnen?

Man sehe drei Weibchen, genauer gesagt drei großartige Weibchen mit langen wehenden Hippieröcken und großen Stohhüten (mit exorbitant großen Seidenblumen), gebräunten Schultern, einem von der Sonne zärtlich geküssten Teint und einem beschlagenenden eleganten Weißweinglas in der Hand. Sie bewegen sich zu ihren Gemächern am Strand, fletzen sich in die bunten Kissen und kommen gut behütet (sie tragen ja schließlich große Strohhütte) an in ihrem eigenen Marakesch. Dank sei Gott dem Herrn, für die passende Artdeco Mararkesh Limited Edition. Mit dem falschen Blush auf dem Antlitz wäre der Spaß ja nur halb so groß.

So, und hier sind wir bei der Krux an der Sache. 20kg. Nein, ich habe nicht abgenommen. (Das war doch niemals dieser Blog, der hier als neuen Vorsatz dieses Jahres was von einer Abnahme gesprochen hat, oder?) Nein, es geht um die Gepäckmenge. So, und nun frage ich euch, meine gebildeten Leser: Ihr kennt schwarze Löcher im Universum? Die, die ja eigentlich physikalisch nicht vorhanden sein dürfen, es aber aber aus trotzigen, bockigen Verhalten einfach trotzdem sind? Ja, genau die. Und nun seid ihr dran: Wie bringen ich so ein dämliches schwarzes Loch in meinen Hartschalenkoffer? Und wie bekomm ich in dieses schwarze Loch 28kg MakeUp und 17 Bänder der Black-Dagger-Vampirporno-Reihe (bei der wahre Männer noch dass sind, was sie sein sollten? Jäger und Sammler, leidenschaftliche Liebhaber, die Weibchen zärtlich umgarnen und dabei mords gefährlich fauchen, Uiuiuiuiui), ohne dass ich auch nur ein Gramm Übergewicht habe? Bzw. der Koffer kein Übergewicht hat?

Frage nun: diskutieren über zuviel unnötigen MakeUp-Krimskrams oder über Vampirpornos? Oder seid ihr Leser des neuen Komerz-Schinkens "Shades of grey", auch bekannt unter "Ohlala, ich bin ja eigentlich so ein schmutziges Hausfrauchen, die laut stöhnend an die Wäschespinne gekettet werden will, nachdem sie Zitronenkuchen gebacken hat!": Schämt euch! Kindergarten. Taucht frisch geblusht mit exotisch, rauchigen Katzenaugen ein, in die Welt der Black-Dagger-Bruderschaft und lasst euch treiben. Und genau da tauche ich ab Montag ein. Ich vereine flottes MakeUp, Lebenslust und Pornos. Und einen besonderern Gruß an das Lockenköpfchen: bis nächsten Montag gehört Hollywood, das Sahneschnittchen, mir. Die Woche drauf, darfst du von dem sündigen Leckerbissen naschen!

Eure 
Uschi

Freitag, 10. August 2012

Von Tumbleweeds und Schildkröten

Guten Tag meine Damen und Herren,

ja, ich weiß, lange Zeit war es ziemlich inaktiv hier auf Uschis Blattform. Gespenstische Stille, lediglich der Hauch eines Windstoßes ist leise kitzelnd auf der Haut wahr zu nehmen.
Ab und an gesellt sich noch das gespenstische Klappern alter auf-und zu schwingender Salontüren dazu und wenn man Glück hat, kann man trotz der eisigen Kälte und Einsamkeit, die sich wie ein Mantel über das Gemüt liegt, sogar das Quietschen eines rostigen Schaniers vernehmen. Alte Heuballen rauschen durchs Bild. Heuballen? Wie nennt man eigentlich die blöden Dinger aus dem Wild West Film, aus dem Schießfilm?
Hört sich Heuballen intellektuell an? Also ran an die Googlerei. Es ist ja nicht so, dass man ein Smartphone umsonst hätte. Das Resultat: Heuballen, auch Steppenläufer, Tumbleweed, Steppenhexe, Präriebüschel, Bonanzakugel, Wüstenhexe oder auch ganz einfach und simpel:  Chamaechorie.

Was will die Uschi von uns? Erst lässt sie sich wochenlang nicht blicken, bekommt nicht mal mit, dass sie eine Award verliehen bekommen hat!!!!!, (DANKE allerliebste Mono) und dann will sie uns erklären, was eine Bonanzakugel ist? Jaja, ihr habt ja recht, aber diese Plattform hier ist kein dummer Kosmetikblog a´la „Haul. Oh mein Gott. Limited Edition. Und hier und da mein Outfit of the day. OOTD genannt. By the way, hier die „Nails of the day – NOTD“ und weil wir schon dabei sind, hat mir heute auch doch tatsächlich noch eine Mücke mit dem Rüssel mein Gehirn ausgesaugt, nachdem ich es beinahe beim Dm an der Kasse in der Ramschkiste bei meinen Mega-Haul vergessen hätte. Und sehe ich in den Leggins nun dick aus? Tragen die auf? Komm, sagt mir, dass sie eine fabelhafte Silhuette an mir zaubern, ansonsten werde ich hier einen Post verfassen, wie furchtbar ungerecht die Kommentare sind. Steht tatsächlich das Wort „Fett“ im Kommentar, wird der Kommentar sowieso von meiner einäugigen Eintagsfliegen-Assistentin gelöscht.“
Nachdem wir nun abgeschwenkt sind, rufen wir uns doch nocheinmal ins Gedächtnis, dass fliegende Heuballen, nicht einfach fliegende Heuballen, sondern sogenannte Tumbleweeds sind.
Und schon haben wir unseren Allgemeinwissensstand enorm verbessert. Macht in euren Augen vielleicht keinen Sinn, aber wer kennt ihn nicht? Schneeballeffekt und so. Wenn ihr mal nicht mehr weiter wisst, schmeißt bei einer Besprechung das Wort „Tumbleweed-Effekt“ in den Raum und sie werden euch Lob und Ehrgesang entgegenbringen.

Aber wieso in Gottes Namen schießen Bonanzakugeln auf Uschis Plattform umher, wie ein aufgescheuchter gackernder Hühnerhaufen? Wieso steppen keine flotten Saloongirls auf den Theken? Tja, das Taugenichts-Studentenleben ist momentan wieder passe. Ich befinde mich im sog. Praxissemester meines Studiums. Das heißt raus ins Unternehmen und mithelfen. Sachen erledigen, wie Kärtchen ausschneiden, Post holen und andre Lakaien-Aufgaben. Genau 2 Tage lang. Und dann geht’s richtig zur Sache. Mithelfen im täglichen Tagesgeschäft der Prozessplanung eines Produktionskonzern. Was auch soviel heißt, wie „Sind diese nutzlosen Klumpen, die wohl doch noch irgendwie an meinen Fesseln festgewachsen sind tatsächlich noch meine Füße?“ Was widerrum die Frage aufwirft, sollte die Annahme stimmen, und es sich nicht mehr um sie handeln, wer dann den Job übernimmt, den kleinen mobseligen Körper durch die Gegend zu schieben? 

Leider bedauere ich den Umstand, dass ich den Job nun erst ca. 2 Wochen vor meinen Strandurlaub angetreten haben konnte. Mein Büro ist im ersten Stock, folglich laufe ich die Treppe ca. 459 mal am Tag rauf und runter. Tja, hätte ich nun schon 6 Monate Treppen-Training hinter mir, würde ich am Strand womöglich für eine Radrennprofi gehalten. Die Leute würden zischend die Luft zwischen den Zähnen einziehen, vor Neid erblasen und sie würden nur noch vom „dem Tier“ sprechen. Momentaner Stand ist eher ein Obsthändler, genauer gesagt ein Südfrüchte-Händler, ein Zitrusfrüchte-Händler. „Wer will noch mal? Wer hat noch nicht? Lecker Orangen, heute bei der Oma Uschi! Heute große Probieraktion. Knabbern sie an meinen Hinterbacken und genießen sie den köstlich, erfrischenden Geschmack äußerst reifer Orangen! Heute im Angebot. Orangen! Orangen mit Druckstellen! Saftorangen, meine Damen und Herren.“

Was ich selbstverständlich nicht außer Acht lassen möchte, ist mein Tagesoutfit momentan. Richtig, meine Lieben, das Outfit of the Day – OOTD. Leider kann ich aus Datenschutzgründen kein Foto von meinen äußerst amüsanten Outfit machen. Stellt euch das so vor. Ihr reist standesgemäß an. Schwarze Jeans, Bluserl und die flottesten Keilpumps, die die Welt jemals zu Gesicht bekommen habt. Ihr werdet vom Chef empfangen, der erstmal mit einem freudigen Elan verkündet, dass man doch nun erstmal der Frau Uschi Arbeitskleidung besorgen muss.

Ich meiner minimalistischen Anzahl an Gehirnzellen aktivierte sich die Rundumleuchte incl. Eines schnarrenden Warntons. Ein schriller Trillerschrei glitt durch meine Gehirnwindungen. Das Wort „ Sicherheitsschuhe“ erreicht in Windeseile und mit einem dumpfen Schlag meine Nervenenden. Lieber Gott, lass es sich bitte nur um einen Traum handeln. Lass mich aufwachen. Lass mich aufwachen in 12 cm Pfennigabsätzen mit Glitter-Flitter-Absatz und ich werde niemals mehr meckern, dass ich Schmerzen darin habe.
Eine halbe Stunde später befand ich mich am Standort der Sicherheitssschuhausgabe und mir wurde mit freudiger Miene und einem kurzen Blick auf meine Brüste ein roter Schuhkarton überreicht. An und für sich ist ja ein überreichter Schuhkarton ein sehr großer Anlass zur Freude.
Nicht jedoch mit den Worten „Da schau her, Moidl (bayerisch: Mädchen)! (Während ich dir hier ungeniert auf die Brüste starre) Schau her, da haben wir in 37 noch die flotten roten Sicherheitssandaletten! Da hast aber gscheit Glück ghabt. Die sind immer ratz fatz weg.!“

„Herzlichen Dank. Meine Frage nun: Kann man die eventuell umlackieren?“ „Ah geh, de san doch mordsflott!“. „Mhhmmm. Ja, sehr flott. Ich kenne da Schuhe mit roter Sohle. Die sind flott, mein lieber Herr Kollege. Aber das hier ist Körperverletzung, Diskrimierung und das Tragen grobe Fahrlässigkeit für Körper und Verstand“.

Nun frage ich mich natürlich, was ich mit den 8 Paar seriösen Schuhen, die ich mir extra für die Arbeitswelt gekauft habe machen soll. Und ja, bevor blöde Fragen aufkommen: Blaue Blümchen-Keilpumps sind seriös!!! Ich bin eine Uschi, und dass werden die hier schon noch merken.
Momentan befinde ich mich noch so ziemlich im Stadium des braven Weibis. Ich trage nudefarbigen Nagellack, die hässlichste blaue Arbeitsjacke der Welt, die mir um die Hinterbacken sehr knapp, am Oberkörper jedoch viel zu weit ist.
Der Rückenbereich ist höchstwahrscheinlich so konzepiert, damit man im Alter, wenn man durch die Arbeit gekrümt und buckelig ist, immer noch in dieses äußerst flotte Jackerl passt. Aber ich mein, mit 1,60 m Körpergröße, hat ein Meterstumpen-Mädl mit einem Schildkrötenpanzer auf dem Rücken und roten Sicherheitsklapperl doch auch fast schon wieder irgendwas niedliches an sich.

Bei einer Aktion, bei der im Rahmen eine Spende an eine Kinderorganisation ging, war ein Clown vor Ort, um ein paar Kinder zu bespaßen. Meine Damen und Herren, da wir hier bei Prozessoptimierung, Wertschöpfung und Kostenreduktion sind: Das Geld hättet ihr euch sparen können. Her mit dem roten Plastikzinken.

In diesem Sinne verschwinde ich für heute, bevor die allseits gefürchtete Stylingpolizei noch hier auftaucht.
Eure
Uschi