altes - beauty - studium/leben - fashion

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Ein kleines Sammelsurium aus altem Plunder, ein wenig Beauty und SchiSchi, dem dämlichsten Studium der Welt, einem Leben im Schweinsgalopp, garniert mit etwas Kitsch und Schnickschnack!

Montag, 3. September 2012

Strohwitwerin und warum man die Feste feiern sollte, wie sie fallen!

Guten Morgen meine Damen und Herren,

es ist Montag. Es ist das Ende des Wochenendes. Es ist das Ende der fabelhaften Zeit.
Es folgen 5 Arbeitstage in meinem Vollzeitbeschäftigungsverhältnisses, 5 Arbeitstage mit meinen
beiden Nebenjobtätigkeiten und zu guter Letzt die Vorbereitungsphase für den Männerurlaub.

Männerurlaub? Ja, das Tierchen versucht sich mit seiner Lieblings-Uschi zu duellieren.
Ankommen gegen die grandioseste Woche seit Christi Geburt?
Mithilfe eines verlängerten Wochenendes in Österreich. Biken, Rafting und Canonying.
Was bedeutet das für mich?

11.      Stelle den Jungs ein Fahrzeug zur Verfügung
22.       Bringe dieses Fahrzeug auf den neuesten Stand der Technik
33.       Bringe dieses Fahrzeug optisch ebenfalls auf den neuesten Stand
44.       Stelle fest, welche Wildschweine du immer an Bord hast: Welches Weibchen hat die hinteren Fußmatten verdreckt? Und welches Weibchen hat von der hinteren linken Türverkleidung ein Stück herausgerissen?
55.       Wasche sämtliche Wäsche für das Tierchen
66.       Stelle dem Tierchen einen Koffer. (Dialog letzte Woche: „Tierchen, ich kaufe mir nun einen gscheiten eigenen Koffer, nachdem ich nun 25 Jahre alt bin und nicht ständig zu Mutti fahren möchte, um mir einen Koffer zu leihen!“ Antwort: „Koffer? Brauch ich nicht!“. Dialog diese Woche: „Uschi, kann ich einen Koffer haben?“
77.       Sorge dafür, dass alle Patientenverfügungen etc. geklärt sind
88.       Sorge dafür, dass die Lebensversicherung auf Uschi überschrieben wird
99.       Sorge dafür, dass bei Ankunft des Tierchens der Erste-Hilfe-Koffer auf den aktuellsten Stand ist
110.   Belege einen Erste-Hilfe-Kurs für großflächige Kopfverletzungen
111.   Kaufe einen Spezialhelm für das Tierchen
112.   Besorge dir ein elegantes Etuikleid, passende Lackpumps (ja bitte gern: die mit der roten Sohle) und eine Süßwasserperlenkette incl. Passender Ohrstecker
113.   Vergiss auch als trauernde Witwe niemals deine Haltung: Brust raus, Bauch rein und achte immer auf perfekt sitzenden Lipstick

Ich übertreibe??? Nein, meine Damen und Herren. Wer sich nach einem leicht alkoholisierten Ausflug um 6 Uhr morgens in die örtliche Backstube verirrt um sich an dem Pizzastangen-Ofen das komplette Hirnkastl zu verbrennen und um sich eine Woche später mit einem Straßenschild die Schädeldecke zu spalten, ist doch meine lieben Damen und Herren wohl genau der richtige Kanidat für Canonying und Rafting!

Wie ihr seht, es ist genügend zu tun. Ja, genügend zu tun. Aber macht dies auch Spaß? Nein, nicht wirklich. Und wenn Tierchen meint, sich mit Uschi duellieren zu müssen: Bitte gern!
Ding ding ding, Gladiatoren in die Arena. Lasset die Spiele beginnen: Fight!

Wer der Strohwitwer es schafft, Uschis heiss geliebte Schüssel, (die sie unter Einsatz ihres Lebens ergattert hat) als Sangria-Eimer-Ersatz für Schnaps zu missbrauchen, der legt sich mit der falschen an. Duell verloren. Wir machen die Badewanne mit Weißweinschörlchen voll, schmeißen den Grill an.
Jawohl das sind die neuen Weibchen: totes Tier und Weingläschen. Ok, eventuell gibt’s mediteranes Gemüsschen im Schonrock gegarrt, eine Crepé-Station und Käsekuchentörtchen an Fruchtspiegel. Oh, Herr im Himmel, lasst uns außer Kontrolle sein. Lasst uns zurückkehren in eine Woche Urlaub.

Lasst uns am Tag danach in den Wellen schwelgen und lasst es Pommlertz mit Ketschup und Mayo regnen. Ja, das einzig wahre Mittel gegen den Kater am Morgen danach.

Eure 
Uschi

Samstag, 1. September 2012

Je vous embrasse, mon coeur!

Guten Tag meine Damen und Herren,

was war gestern für ein beschissener Tag.... Mit Kopfschmerzen aufwachen... 2 Stunden Stau auf der Autobahn... den fünften Tag infolge Überstunden, keine Mittagspause... und wieder Zeit für meine Nebenjobs.
Abend mit Kopfschmerzen um acht auf der Couch einschlafen. Rausgeklingelt werden. Stinksauer, verschlafene Miene, und nichtsdestotrotz eine Flasche Sekt für die ruhestörenden Weibchen entkorkt.

Überraschungen. Sprachlosigkeit. Kennt ihr das? Es stehen Erreignissen, Neuigkeiten, Lebensabschnitte an. Ihr seid traurig, glücklich, was auch immer. Ihr wollt es mitteilen. Ihr rechnet mit bestimmten Reaktionen. Mit Mitleid, mit Verständis, mit Tränenausbrüchen, mit Kreischanfällen. Ganz genau so, wie ihr es euch in euren Tagträumen erlebt hat. Je nach Lebenslage, je nach Erreignis.

Aber ein Tagtraum ist nichts als ein Tagtraum. Nein, es entspricht nicht der Realität. Die Realität sieht ganz anders aus. Sie bleibt oft tritstlos und grau, sie bleibt aber auch nicht beständig in ihrem gleichen Muster.

Während man mit nicht mal zwei Jahren das erste Mal im Flugzeug saß, jedes Jahr minimum 2 Flugreisen betritt, beginnt man mit 25 Jahren als alter Stinkel plötzlich eine Flugangst zu entwickeln. Ja, die Rede ist von mir. Ich sitze guter Ding am Gate, habe meine Schäfchen gut durch den Sicherheitscheck gebracht, beobachte meine Weibchen mit stirnrunzelnder Miene, wie sie noch kurz vorm Start Rescue-Tropfen, Bachblüten und Reisetabletten hinter die Binde knallen. Wie lächerlich sie doch sind...

Ich sitze ruhig auf meinem Platz in Reihe 22, beobachte das Treiben im Inneren des Flugzeuges, das Prüfen der Triebwerke und der Tragflächen außerhalb. Wir rollen auf die Startbahn, der Airbus beschleunigt, zeigt uns seine Kraft. Wir heben ab, das Fahrwerk wird eingefahren. Moment mal... Dauert das immer so lang? Knattert das immer so laut? Wo werden die Maschinen gewartet? Wie oft werden türkische Fluglinien gewartet? Kann man die Abnahme des TÜV´s sich in der Türkei genauso erkaufen wie den Führerschein? Du lieber Himmel....

Während ich darüber nachdachte mit welcher Geschwindigkeit wir wohl beim Absturz aufprallen, (angenommen wir würden die Reibung vernachlässigen und einfachkeitshalber den freien Fall einfachkeitshalber) schob sich schnell eine kleine Hand in die Meinige und drückte sie. Verdutzte, ungläubige Blicke. Tja, so schnell kanns gehen: die nüchtern, sachlich denkende Uschi zeigt Schwäche. Eine angewidert dreinblickende Zwieberl wischte sich ihre nun nach ein paar kleineren Luftlöchern ihr nun ebenfalls feuchten Handflächen an ihrer Jeans ab. Ich rutsche aus meinen Flip Flops, ich blicke auf meine Füße. Es hat angenehm kühle klimatisierte 21 Grad in der Flugzeugkabine. Es glitzern Schweißperlen auf meinen Fußrücken. Sie sind heiß. Heiß wie ein Lawastein. Man könnte auf ihnen innerhalb guter 6 Minuten ein geplegtes Rumpfsteak medium braten.


Ich werde aus dem Schlaf geklingelt. Zwei Weibchen stehen vor der Tür.  Die Eine überreicht mir eine Karte mit einem für mich verwirrenden Schriftsatz. Ich verstehe die Botschaft nicht. Ich bin müde. Ich habe Kopfschmerzen. Ich möchte mich nur noch zusammenrollen und weinen. Ich verstehe die Karte nicht. Sie zeigt mir ihre Hand. Ich kann nichts sagen. Ich kann nichts denken. Ich spüre Kribbeln. Ich kann nicht kreischen. Ich spüre nur Kribbeln in den Füßen. Verdammte Scheiße, die Füße werden warm. Nein, die Füße werden heiß. Dingdingding, das Steak ist fertig: Well done! Bien cuit, mon amour!
Eure 
Uschi

P.S.Lasst uns DARAUF und auf eine schöne Zeit anstoßen! Lasst uns feiern. Lasst sie hochleben. Lasst sie glücklich sein! Hipp Hipp Hurra! Sie leben hoch! Dreimal hoch! 65902844 mal hoch!